Zehn-Jahresvergleich So hat sich das Gehalt der Dax-Vorstände verändert

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Siemens zahlt stattlich, Bayer zurückhaltend

Siemens zählt auch zu der kleinen Gruppe von Konzernen, die sich traditionell einen großen Vorstand mit zugleich stattlicher Bezahlung leisten. Die Technologiefirma hat derzeit zehn Vorstände, im Dax-Durchschnitt sind es gut sechs. Knapp 350 Millionen Euro hat sich Siemens seine Führung in zehn Jahren kosten lassen. In diese Größenordnung stoßen auch der Versicherer Allianz und Volkswagen vor. Die Deutsche Bank, deren zweistellige Vergütung des ehemaligen Vorsitzenden Josef Ackermann für viel Aufregung sorgte, schafft es in der zehn Jahren seit 2004 knapp über 300 Millionen Euro.

Es geht natürlich auch ein paar Nummern kleiner. Lufthansa zahlte seinem Führungsgremium im gleichen Zeitraum knapp 64 Millionen Euro, so viel wie VW in nur einem Jahr. Aber auch Dax-Schwergewicht Bayer zeichnet sich mit insgesamt gut 100 Millionen Euro in der zurückliegenden Dekade im Vergleich zu anderen Konzernen eher durch Zurückhaltung aus.

Nicht bei allen, aber bei den meisten Unternehmen schlugen die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise eine tiefe Kerbe in die Vorstandsvergütung. Für die Vorstandsmitglieder des Finanzkonzerns Allianz ist das Vergangenheit. Mit 42 Millionen Euro für die elf Manager unter Führung Michael Diekmanns liegt der Versicherer erneut an der Spitze und knapp über dem besten Jahr des Versicherers 2006. Aber selbst das langjährige Schlusslicht unter den Dax.-Firmen, die Deutsche Lufthansa, zahlt ihrer kleinen Führungsmannschaft inzwischen mit 8,2 Millionen Euro gut anderthalb Millionen Euro mehr als vor sieben Jahren.

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6 Kommentare zu "Zehn-Jahresvergleich: So hat sich das Gehalt der Dax-Vorstände verändert"

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  • Leider hat sich im Artikel ein Rechenfehler/Denkfehler eingeschlichen. Die 400 Mio. vor 10 Jahren entsprechen ca. 70 % von 558 Mio. Damit sind die Gehälter der Dax-Vorstände nicht um 70 % sondern "nur" um rund 40 % gestiegen. Im übrigen entspricht dies einer kumulierten Steigerung von 3,4 % p.a.! Damit wurde etwas mehr als die Inflationsrate abgedeckt.

    Anderseits gilt es anzumerken, das sich die Reallöhne der Bürger bis 2007/2008 negativ entwickelt haben, erst in den letzten Jahren war hier ein Erholung zu verzeichnen. Insofern blieb bei den Vorständen im Verhältnis zum Durchschnittsbürger tatsächlich "mehr hängen"! Die Umverteilung von Arm nach Reich, die im Gange ist, findet hier allerdings nur sehr begrenzt statt. Die wirklichen Gelder werden anders generiert...!

  • Man wird schon fast von Mitleid gerührt, wenn man das „Abendgebet“ des stellvertretenden Chefredakteurs Stefan Manzel dazu liest: Wird nämlich der Kaufkraftverlust mit einbezogen, dann verdienen die Dax-Vorstände in etwa das, was sie schon vor zehn Jahren bekommen hatten. Also kein Grund zur Beunruhigung, alles ist in Ordnung. Die Höhe ist nicht entscheidend, sondern ob er auch Prozentual wie die Mehrheit in die Sozialkassen einzahlt, so wie in der Schweiz?

    Ich weiß die Mehrheit, in diesem Land behauptet ja, wider besseres Wissen, dafür würden ja auch mehr Steuern gezahlt? Nominal vielleicht aber auch Effektiv?

  • So viel kann man nicht "verdienen" sondern bekommt man. Dagegen wird in diesem Land, über einen Mindestlohn von 8,50 Euro die Stunde, welcher zum Überleben nicht reicht gestritten?

  • Solche Summen kann man nicht verdienen, solche Summen bekommt man. Dagegen ist die Diskussion um einen Mindestlohn von 8,50 Euro die Stunde für harte Arbeit, nur noch als beschämend zu bezeichnen.

  • Diese Leute glauben wirklich, dass die steigenden Umsatz-Zahlen tatsächlich nur aus den Personalreihen der anderen Marktteilnehmer kommen, darum betrachten sie die eigenen Personalkosten als beliebige Knet- und Arbeitsmasse, wo die fehlenden Geniegedanken zur Not und bei Rückschlägen auszugleichen sind. Und schliesslich ist das Verdienst ganz dieser kleinen Gruppe zuzuschreiben, die Wunder für Wunder vollbringt, auch wenn dieser Wohlstand noch mit der nächsten Stufe etwas geteilt wird. Und wenn alle Stricke reissen: Werksverlagerung, Werkschliessung, Werkzusammenlegung - auch weil die eine Hälfte die Ausgewählten sind, in diesen neuen Investitionen arbeiten dürfen, während die andere Hälfte bereits an der nächsten Rationalisierungswelle arbeitet.
    Das Merkwürdige an diesen Vorständen ist, dass sie theoretisch nach einem Jahr aufhören könnten und um den Rest des Lebens davon zu leben. Als Jäger würden diese also nur mordend durch die Welt ziehen, um nur einen kleinsten Teil davon zu essen. Dann ist es doch nur gut, geht es bloss um Geld. Am besten man schaut sich das Treiben durch die Brille des Durchschnitts an, dann geht es doch allen recht ordentlich, oder nicht?

  • Mehr Einkommen erfordert natürlich mehr Verluste zu produzieren! So sieht das heutige Management, nach Ausbildung an unseren Universitäten aus. Wann bestrafen wir endlich unsere Professoren, Experten und ziehen deren Vermögen ein??

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