Zehn Milliarden für Zuäufe
Serono hält Ausschau nach Zukäufen

Der größte europäische Biotech-Konzern, die Schweizer Serono, will innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre vor allem durch Akquistionen wachsen. "Wir sind kein kleines Biotechunternehmen und keine große Pharmafirma", sagte Serono-Chef Ernesto Bertarelli auf der Hauptversammlung in Genf. "Wir werden künftig eine andere Position einnehmen."

HB GENF. In Europ und den USA werde Serono nach mittelgroßen Pharmaunternehmen und Biotechnologieunternehmen Ausschau halten. Nach Angaben von Finanzchef Stuart Grant verfügt Serono im Zweifelsfall über zehn Mrd. Dollar für mögliche Zukäufe.

Bertarelli, der auch Serono-Mehrheitsaktionär ist, sieht seine eigene Führungsautorität durch die Unklarheiten in der Strategie in den vergangenen Monaten nicht untergraben. Er hatte im November angekündigt, dass er Alternativen für Unternehmenstrategie suche und die Investmentbank Goldman Sachs beauftragt habe, ihm dabei zu helfen. Diese Ankündigung wurde im Markt als Verkaufsabsicht gewertet.

"Die Angebote, die eingingen, spiegelten jedoch nicht den Wert von Serono wider", sagte Bertarelli. Er setze deswegen auf Wachstum aus eigener Kraft und eben durch Zukäufe. "Ich bin erfolgreicher Chef", sagte Bertrarelli nicht zuletzt mit Blick auf die jüngsten Quartalsergebnisse. "Wer daran zweifelt, braucht nicht mit mir zusammenzuarbeiten."

Serono hebt Gewinnprognose für 2006 an

Der Biotechnologiekonzern hat im ersten Quartal 2006 bei einem Umsatz von 667,5 Millionen Dollar einen Gewinn von 179,9 Millionen Dollar erzielt. Bereinigt um Sonderfaktoren lag der Gewinn laut Firmenangaben vom Donnerstag mit 171,6 Millionen Dollar um 76,1 Prozent über dem entsprechenden Vorjahresquartal und fiel damit besser aus als von Analysten erwartet. Für das Gesamtjahr erhöhte Serono die Gewinnprognose und bestätigte die Wachstumserwartungen für die Produktverkäufe.

Oliver Stock
Oliver Stock
Handelsblatt / Stellvertretender Chefredakteur
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