Zehn Prozent mehr Dividende
Südzucker profitiert von Osteuropas Appetit

Europas größter Zuckerhersteller Südzucker hat im Geschäftsjahr 2004/05 (zum 28. Februar) von seinen osteuropäischen Tochterunternehmen profitiert und einen unerwartet kräftigen Zuwachs beim Jahresüberschuss erzielt. Die Aktionäre sollen deshalb eine zehn Prozent höhere höhere Dividende erhalten.

HB MANNHEIM. Das Unternehmen teilte am Dienstag in Mannheim mit, der Jahresüberschuss sei zum Vorjahr um 50,1 Millionen Euro auf 357,5 Millionen Euro gestiegen. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt auf Grund der wachstumsstarken Zuckermärkte in Osteuropa mit einem Anstieg auf 345,5 Millionen Euro gerechnet.

„Auf Grund der erfreulichen Ertragsentwicklung wird der Hauptversammlung die Ausschüttung einer höheren Dividende vorgeschlagen“, teilte Südzucker mit. An die Anteilseigner soll eine zum Vorjahr um fünf Cent erhöhte Dividende von 0,55 Euro je Aktie gezahlt werden.

Details zum Geschäftsverlauf im vierten Quartal und Daten zur Umsatzentwicklung im zurückliegenden Geschäftsjahr nannte Südzucker zunächst nicht. Die Bilanzpressekonferenz findet am Mittwoch statt. Analysten rechneten zuletzt damit, dass Südzucker im Geschäftsjahr 2004/05 mit einem Umsatzplus von sieben Prozent auf 4,889 Milliarden Euro seine selbstgesteckte Prognose erfüllt hat.

Südzucker dürfte in abgelaufenen Geschäftsjahr von der erstmaligen Konsolidierung der im Januar erworbenen Wink-Gruppe mit einem Jahresumsatz von 44 Millionen Euro profitiert haben. Mit dem Zukauf war Südzucker auch zu Europas größtem Anbieter von Fruchtsaftkonzentraten aufgestiegen. Außerordentliche Gewinnbeiträge im mittleren zweistelligen Millionenbereich erzielte der Konzern zudem durch Aktienverkäufe, wie etwa an dem Saatguthersteller KWS

Die im Nebenwerteindex MDax gelisteten Aktien von Südzucker verteuerten sich am Dienstag bei behauptetem Markttrend um 0,2 Prozent auf 15,12 Euro.

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