„Zeichen der Solidarität“
Telekom-Vorstand verzichtet auf Gehalt

45 000 Mitarbeiter der Deutschen Telekom werden vom Vorstand zu Gehaltsverzicht und Mehrarbeit gedrängt. Als „Zeichen der Solidarität“ wollen Konzernchef Kai-Uwe Ricke und seine Vorstandskollegen deshalb jetzt ihrerseits auf Lohn verzichten.

HB HAMBURG. „Unter meiner Führung gab es bereits einen Gehaltsverzicht. Wir sind bereit, wieder ein Zeichen der Solidarität zu setzen“, wird er in der „Bild“-Zeitung zitiert, ohne allerdings konkrete Zahlen zu nennen. Zugleich verteidigte er die geplanten Gehaltskürzungen zwischen 30 und 50 Prozent für die Mitarbeiter, die in neue Unternehmenseinheiten ausgegliedert werden sollen. „Geringer Bezahlte Arbeit ist besser als keine Arbeit“, erklärte er.

Er bekräftigte, dass bis 2010 keine weiteren Stellen im Konzern gestrichen werden sollen. Allerdings könne niemand „mit absoluter Sicherheit“ ausschließen, dass es zu einer weiteren Streichung von Stellen komme.

Die Telekom hat angekündigt, ihre Festnetzsparte T-Com massiv verkleinern zu wollen. Nach bisheriger Planung will sich der Konzern bis Ende 2008 von 32 000 Beschäftigten trennen. In den vergangenen Tagen war ein Arbeitspapier bekannt geworden, in dem der Abbau weiterer 23 000 Stellen gefordert wurde, vom dem sich der Vorstand aber distanziert hatte. 45 000 der noch rund 80 000 T-Com-Mitarbeiter sollen zudem im nächsten Jahr in eine neue Einheit „T-Service“ ausgegliedert werden. Dort sollen sie dann nach Vorstellung des Telekom-Vorstands zu deutlich niedrigeren Gehältern länger als bisher arbeiten.

1 Millionen neue Kunden

Die Deutsche Telekom versucht derzeit, mit neuen Festnetzangeboten den Kundenschwund aufzuhalten. Laut Ricke mit gutem Erfolg: „Mit unseren neuen Tarifen haben wir im Festnetz bisher über eine Million neuer Bestellungen erreicht.“ Die kombinierten Telefon- und Internetangebote, die der Konzern Ende August vorgestellt hatte, werden seit fünf Wochen vermarktet. Die Festnetzsparte der Telekom hatte im ersten Halbjahr eine Million Kunden verloren.

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