Zeitungsbericht
Bayer prüft Ausstieg aus Diabetesgeschäft

Einem Zeitungsbericht zufolge prüft Bayer den Ausstieg aus dem Geschäft mit Messgeräten für Diabetiker. Der Konzern könnte seine Sparte verkaufen und den Erlös für Zukäufe nutzen. Zum Bericht äußerte sich Bayer nicht.
  • 0

Düsseldorf Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer prüft einem Zeitungsbericht zufolge den Ausstieg aus dem Geschäft mit Messgeräten für Zuckerkranke. Der Pharmakonzern habe bereits Gespräche mit Konkurrenten geführt, die das Diabetesgeschäft erwerben könnten, berichtete die "Financial Times Deutschland" am Mittwoch unter Berufung auf das Umfeld angesprochener Parteien und aus Finanzkreisen. Das Geschäft kam zuletzt auf Umsätze von rund einer Milliarde Euro. Zudem habe ein Bayer-Vorstand im erweiterten Management von den Verkaufsplänen berichtet. Bayer wollte den Bericht nicht kommentieren. Zu Marktspekulationen äußere sich Bayer grundsätzlich nicht, sagte ein Sprecher.

Bayer könnte den Erlös aus dem Verkauf für Zukäufe nutzen. Verhandlungskreisen zufolge steht der Konzern kurz vor einem milliardenschweren Zukauf für seine Gesundheitssparte. In den vergangenen Monaten war Bayer immer wieder Interesse an einem Zukauf in der Tiermedizin nachgesagt worden. Zuletzt war Bayer im März als Bieter für die Tierarznei-Sparte des US-Rivalen Pfizer gehandelt worden. In Medienberichten wurde der Konzern auch als ein Kandidat für die Übernahme der irischen Pharmafirma Warner Chilcott genannt.

Mit dem Verkauf der Diabetes-Sparte würde sich Bayer von einem Wachstumsgeschäft verabschieden, denn die Zahl der Zuckerkranken nimmt zu. Die Zeitung schrieb, das Geschäft fordere ständig Innovation, etwa die Integration mit IT-Geräten. Bayer-Chef Marijn Dekkers wolle die Ressourcen nicht mehr in dieses Geschäft stecken.


Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Zeitungsbericht : Bayer prüft Ausstieg aus Diabetesgeschäft"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%