
Stuttgart/LondonNach dem Rückzug von Daimlers größtem Einzelinvestor Aabar aus Abu Dhabi könnte der Autobauer laut einem Zeitungsbericht einen neuen Großaktionär in China gefunden haben. Wie die staatliche chinesische Zeitung „People's Daily“ am Montag auf ihrer Internetseite unter Berufung auf Insider schreibt, will der Staatsfonds China Investment Cooperation (CIC) 4 bis 10 Prozent der Daimler-Anteile kaufen. Diese hätten einen Marktwert von 1,8 bis 4,5 Milliarden Euro. Der Fonds habe den Bericht nicht kommentieren wollen, schreibt das Blatt.
Eine Sprecherin des Dax-Konzerns sagte am Montag auf Anfrage, dass Daimler wie üblich „Medienspekulationen“ nicht kommentiere. Zum Thema generell sagte sie: „Wir heißen immer neue Investoren willkommen, da wir an einer ausgewogenen Aktionärsstruktur interessiert sind.“
Ganz ähnlich hatte sich Daimler-Chef Dieter Zetsche vor wenigen Tagen in einem Interview mit der „Börsen-Zeitung“ geäußert: „Generell wollen wir so attraktiv für potenzielle Investoren sein, dass wir mehr langfristige Aktionäre für uns gewinnen. Dabei sind uns auch Investoren aus China willkommen.“ Im Gegensatz zu BMW oder VW, die mit der Familie Quandt beziehungsweise den Familien Porsche/Piëch und dem Land Niedersachsen große Ankeraktionäre im Boot haben, befinden sich die Daimler-Aktien weitgehend im Streubesitz. Bei sinkendem Börsenwert - etwa während einer konjunkturellen Krise - droht Daimler damit theoretisch eine feindliche Übernahme.
Einmal pro Quartal erstellen die Wirtschaftsprüfer von Ernst&Young ein Ranking der größten Autokonzerne nach Absatz. Wie die Autohersteller in China abgeschnitten haben. (Daten: 2. Quartal 2012)
BMW - 79.000 verkaufte Fahrzeuge
China gehört für die Münchener zu den wichtigsten Märkten der Welt. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Absatz im zweiten Quartal um satte 25 Prozent zulegen.
Peugeot-Citroën - 100.000 verkaufte Fahrzeuge
Während der Heimatmarkt schwächelt, können die Franzosen in Fernost ihre Verkäufe ausbauen - wenn auch schwächer als die Konkurrenz. Der Absatz legt um neun Prozent zu.
Kia- 120.000 verkaufte Fahrzeuge
Die Koreaner können auch im Nachbarland ihren Erfolgskurs fortsetzen. Mit einem Wachstum von 26 Prozent gehören sie zu den erfolgreichsten Volumenherstellern in China.
Ford - 156.000 verkaufte Fahrzeuge
Ein fünftel des Absatzes machen die US-Amerikaner in China. Im Jahresvergleich legten die Verkäufe im Reich der Mitte um 16 Prozent zu.
Honda - 179.000 verkaufte Fahrzeuge
Die Japaner sind der wachstumsstärkste Hersteller im Ranking. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um satte 69 Prozent. Die Folgen der Flutkatastrophe scheinen überwunden zu sein.
Hyundai - 188.000 verkaufte Fahrzeuge
Wesentlich schwächer läuft das Geschäft dagegen für die koreanische Konkurrenz. Während Hyundai weltweit stark wächst, legten die Verkäufe in China im Jahresvergleich nur um vier Prozent zu.
Toyota - 231.000 verkaufte Fahrzeuge
Das Ziel ist klar: Der weltgrößte Autohersteller der Welt will auch im chinesischen Markt zurück auf die Spitzenplätze. Dem eigenen Anspruch wird Toyota mit einem Wachstum von 57 Prozent im zweiten Quartal fast schon wieder gerecht.
Nissan - 344.000 verkaufte Fahrzeuge
Doch im chinesischen Markt ist ein japanischer Konkurrent sogar noch stärker als Toyota. Weil das Wachstum mit 16 Prozent im Verhältnis schwächer ausfällt, schrumpft der Vorsprung.
Volkswagen - 666.000 verkaufte Fahrzeuge
Für keinen deutschen Hersteller ist der chinesische Markt wichtiger als für VW. Fast ein Drittel der Autoproduktion wird in China verkauft. Mit einem Wachstum von 19 Prozent blasen die Wolfsburger zum Angriff auf die Spitze.
General Motors - 672.000 verkaufte Fahrzeuge
Doch die Spitzenposition in China können immer noch die US-Amerikaner verteidigen - wenn auch knapp. Mit einem Wachstum von 14 Prozent bleibt der Konzern in China führend.
Im vergangenen Oktober hatte der Staatsfonds Aabar aus Abu Dhabi seine verbliebenen Stimmrechtsanteile abgestoßen und hält nun nur noch indirekt Zugriffsrechte auf Daimler-Papiere. Kuwait ist seither mit knapp acht Prozent der größte Daimler-Investor.
Bereits Ende 2011 hatte es in Deutschland Spekulationen um einen CIC-Einstieg bei Daimler gegeben. Damals hatte das „Manager Magazin“ unter Berufung auf Konzernkreise berichtet, dass man einen chinesischen Investor für eine fünf- bis zehnprozentige Beteiligung suche. CIC galt schon damals als Favorit.

Sollen sie doch den Daimler komplett kaufen- völlig egal - der hat eh Rückenlage und ist zum Wettbewerb schon lange nicht mehr in Schlagdistanz. Da geht dann nicht wirkliches Know-How weg - vielleicht zeigt der Bernhard dann dem geneigten Chinesen, wie man einen Laden mit beschissenen Designs , unfähigen Kostenplanern und technisch unbedarften Einkäufern zu Grunde richtet - in rekordverdächtiger Zeit.Der Chinamann kann eine Sache halt nicht wirklich: kreativ was Neues aus dem "Off" heraus entwickeln...nur copy+paste funktioniert problemlos.
Man sieht das ja bei den chinesischen Eigenprodukten - das Verständnis fürs Produkt und dessen Qualität ist teilweise völlig gegensätzlich zur "westlichen" Sichtweise.

Nun gut die chinesische Regierung gibt das Geld für Unternehmen und Rohstoffe aus. Die amerikanishe Regierung leistet sich extrem reichlich finanzierte Streitkräfte. Die Deutsche Regierung gibt das Geld des Steuerzahlers an Griechenland und andere südeuropäische Länder Europa und lässt sich dafür von den Emfängern beschimpfen.
Am besten gefällt mir die direkte Demokratie der Schweiz. Dort verzichtet man auf solche Hobbies und belässt den Arbeitnehmern 80% des Bruttoeinkommens.
Vandale

Ob jetzt die Grünen und die Linke jubeln?
Weg mit dem Sinnbild von Kapitalismus und westlicher Dekadenz. Daimlers Stern muss untergehen, dann erst wird der Sozialismus wieder auferstehen.
8 Kommentare
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