Zeitungsbericht
Chrysler bleibt auf Autos sitzen

Für den US-Autobauer Chrysler läuft es derzeit ganz schlecht. Ein Milliardenverlust kündigt sich an, weil die Verkaufszahlen im Keller sind. Nun begehren laut eines Zeitungsberichts auch noch die Händler auf. Sie wollen demnach zehntausende Pkw nicht abnehmen. Die Tochter des Autokonzerns Daimler-Chrysler versucht nun, ihre Geschäftspartner mit Geld zu locken.

HB STUTTGART. Mehrere große Handelsketten in den USA weigerten sich, zusätzliche Fahrzeuge von Chrysler zu kaufen, berichtete das „Wall Street Journal Europe“ in seiner Montagausgabe. Durch den Widerstand der Händler könne es für Chrysler schwieriger werden, im vierten Quartal die Verluste zu minimieren.

Wegen der schwindenden Nachfrage nach Kleinlastern – so genanten Pick-Ups – und Geländewagen in den USA wird Chyrsler im dritten Quartal voraussichtlich 1,2 Mrd. Euro Verlust einfahren und entgegen früheren Erwartungen auch im Gesamtjahr einen Milliardenverlust ausweisen. Die Produktion will Chrysler drastisch herunterfahren, um die Lager bei den Händlern zu räumen.

„Wir werden keine zusätzlichen Lagerbestände aufbauen“, zitierte die Zeitung Earl Hesterberg, Vorstandschef der Autohändlerkette Group 1 Automotive. „Ich wünschte, wir hätten nicht so viele Autos geordert, wie wir es getan haben.“ Dem Zeitungsbericht zufolge sitzt Chrysler auf rund 50 000 unverkauften Autos und will den Händlern in den USA einen Teil dieses Lagerbestandes zum Verkauf liefern.

Für alle Fahrzeuge, die bereits seit sechs Monaten oder länger bei Händlern stehen, habe Chrysler einen Verkaufzuschuss von 1 500 Dollar (1 200 Euro) zugesagt, berichtete das „Wall Street Journal Europe“ weiter. Am Montag wolle sich die Chrysler-Führung mit mehr als 100 Autohändlern aus dem Mittleren Westen treffen.

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