Zeitungsbericht
Chrysler will pro Auto 1 000 Dollar sparen

Chrysler brechen die Abätze weg: Die großen Geländewagen, Pick-ups und Minivans der Tochter von Daimler-Chrysler verkaufen sich selbst mit Rabatten nur noch schwer. Der Konzern plant deswegen ein Sparprogramm, mit dem die Produktionskosten gedrückt werden sollen. Im Zuge der Kostensenkungen wird möglicherweise auch ein Montagewerk geschlossen.

HB NEW YORK. Unter dem Projektnamen "Refocus" sollen die Kosten bei jedem von Chrysler gefertigten Fahrzeug um 1 000 Dollar gesenkt werden, berichtete das "Wall Street Journal" in seiner Freitagausgabe unter Berufung auf Kreise. Außerdem würden längere Bindungen mit den Lieferanten angestrebt. Der Konzern könne damit Milliarden Dollar sparen, heißt es in dem Bericht. Bei der Umsetzung des Sparprogramms solle eine Gruppe von Mercedes-Managern samt Vorstandsmitglied Rainer Schmückle helfen.

Als Notfallmaßnahme will der Automobilhersteller die Produktion bis Jahresende drastisch drosseln. Geprüft würden nun weitere Restrukturierungsmaßnahmen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf informierte Personen weiter. Dazu gehöre die mögliche Schließung eines Werkes mit 1 900 Mitarbeitern, wo die schweren Geländewagen Dodge Durango und Chrysler Aspen gebaut werden. Der Aspen ist das erste Sports Utility Vehicle (SUV) unter der Marke Chrysler und soll in Kürze auf den Markt kommen.

Außerdem hatte Chrysler vor wenigen Wochen in Aussicht gestellt, günstigere Einkaufskonditionen bei den Zulieferern aushandeln zu wollen. Zwei Zulieferer hätten allerdings keine entsprechenden Zusagen machen wollen, berichtet das "Wall Street Journal" weiter. Die Eingreiftruppe prüft dem Zeitungsbericht zufolge neben der Werksschließung und den Einkaufskonditionen auch die Bereiche Entwicklung, Vertrieb, Marketing und die Montage.

Die US-Tochter von Daimler-Chrysler erwartet allein im dritten Quartal einen operativen Verlust von 1,2 Mrd. Euro und im gesamten Geschäftsjahr von rund 1 Mrd. Euro. Chrysler war auf die Verschiebung der Nachfrage nach verbrauchsgünstigen Pkw nicht vorbereitet. Weil sich die großen Geländewagen, Pick-ups und Minivans nur noch schwer verkaufen ließen, sammelten sich im Laufe des Jahres hohe Lagerbestände sowohl bei den Händlern, als auch bei Chrysler selbst.

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