Zeitungsbericht
Deripaska steigt angeblich bei GM ein

Der russische Oligarch Oleg Deripaska drängt offenbar mit viel Geld in die nordamerikanische Autoindustrie. Zwei Monate nach dem milliardenschweren Einstieg beim kanadischen Zulieferer Magna hat der russische Multimilliardär laut einem Zeitungsbericht einen Anteil von rund fünf Prozent am US-Autokonzern General Motors erworben.

hz FRANKFURT. Die Aktien seien auf dem freien Markt gekauft worden, berichtete die Zeitung „Vedomosti“ unter Berufung auf Deripaska nahe stehende Personen. Erst im Mai hatte Deripaska mit seiner Industrieholding Basic Element für 1,54 Mrd. Dollar rund 15 Prozent an Magna erworben und stellt künftig sechs der 14 Aufsichtsratsplätze bei dem Zulieferer. Doch der Russe, dem enge Kontakte zu Präsident Putin unterstellt werden, sucht offenbar nach weiteren Kaufmöglichkeiten in Nordamerika. Nach einem Magazinbericht soll Deripaska, dem der russische Autohersteller GAZ gehört, auch die zum Verkauf stehenden Ford-Marken Jaguar und Land-Rover im Visier haben, was aber von einem Sprecher von Deripaska dementiert wurde. Experten glauben, dass der Milliardär mit GAZ auf eine Kooperation mit GM zielt, um einen besseren Zugang zum asiatischen Markt zu erreichen.

Ein Einstieg des Oligarchen bei GM könnte Widerstände in den USA wecken. In den USA hat Deripaska einen schweren Stand. Der Oligarch wurde in der Vergangenheit verdächtigt, Verbindungen zur Mafia zu unterhalten, was er vehement bestreitet. Mit Unterstützung des Kremls gründete Deripaska den weltgrößten Aluminiumproduzenten Rusal.

Das „Wall Street Journal“ berichtete Mitte April, der Unternehmer habe seit Mitte 2006 keine Einreiseerlaubnis in die USA mehr. Die US-Regierung hatte zuletzt mehrfach den Einstieg ausländischer Investoren bei amerikanischen Unternehmen blockiert.

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