Zeitungsbericht
Spanien soll Eon-Auflagen für Endesa mildern

Presseberichten zufolge will Spanien im Streit um die Übernahme von Endesa einlenken. Dem deutschen Energiekonzern Eon soll eine Frist eingeräumt werden, um sich von einigen Geschäftsbereichen des spanischen Stromversorgers zu trennen.

HB MADRID. Wie das Blatt „El Pais“ am Mittwoch schrieb, wird die Regierung in Madrid die verhängten Auflagen reduzieren. Demnach soll Eon bis zu zwei Jahre Zeit bekommen, um 25 Prozent seiner Stromerzeugungskapazität zu verkaufen. Dies wäre weniger als die von den spanischen Aufsichtsbehörden zunächst angeordneten 33 Prozent. Eon selbst hatte einen Verkauf von 15 Prozent angeboten. Die spanische Regierung soll der EU-Kommission noch am Mittwoch die Auflagen für die Fusion erläutern.

Am Dienstag hatte sich der spanische Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero am Bodensee mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Regierungskonsultationen getroffen. Er kündigte dabei an: „Es wird ein Happy End geben für Spanien, für Europa, für den Energiesektor, für die Stromwirtschaft.“

Eon will Endesa für rund 27 Mrd. Euro übernehmen und damit in die Weltspitze der Strom- und Gasunternehmen aufrücken. Die spanische Regierung hatte bislang aber einem Zusammenschluss zwischen Endesa und der ebenfalls spanischen Gas Natural den Vorzug gegeben, um damit einen nationalen Energieriesen zu schmieden. Die spanische Energieaufsicht CNE hatte eine Endesa- Übernahme durch Eon an zahlreiche Auflagen geknüpft, darunter einen Verkauf eines großen Teils der Kraftwerkskapazitäten von Endesa. Dies wiederum hatte die Europäische Kommission auf den Plan gerufen, die durch die Auflagen die Regeln des gemeinsamen Binnenmarktes in der EU verletzt sieht.

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