HB/ali PARIS/LONDON. Wie „La Lettre de l'Expansion“ am Montag ohne Angabe von Quellen berichtete, wurde möglicherweise in der vergangenen Woche eine Absichtserklärung dazu unterzeichnet. In den nächsten Wochen könnte eine freundliche Fusion angekündigt werden.
Ein Sanofi-Sprecher lehnte eine Stellungnahme mit der Begründung ab, der Konzern äußere sich nicht zu Spekulationen in der Presse. Mit einem Zusammenschluss würde der weltweit größte Pharmakonzern noch vor dem US-Giganten Pfizer entstehen.
Die beiden Arzneimittelhersteller gelten schon seit längerem als Kandidaten für einen Zusammenschluss. Sie arbeiten beispielsweise bei dem lukrativen Blutverdünnungspräparat Plavix zusammen, dem weltweit zweitumsatzstärksten Medikament. Bis zum zeitweiligen Verkauf einer Nachahmerversion im vergangenen Jahr brachte das Präparat jährliche Erlöse von sechs Milliarden Dollar ein. Mehr als die Hälfte davon wurde in den USA erwirtschaftet, wo Bristol-Myers Squibb das Mittel vermarktet.
Analysten sind davon überzeugt, dass sich Sanofi das US-Unternehmen in den jüngsten Monaten genau angeschaut hat. „Das würde mich nicht überraschen. Sanofi braucht eine stärkere Aufstellung im US-Markt“, sagte Oliver Kämmerer von der WestLB. Der Konzern habe die Schuldenlast in der Bilanz seit der Übernahme von Aventis erheblich verringert. Sanofi könne daher etwas machen.