Zeitungsberichte
Mercedes könnte bis zu 8600 Stellen streichen

Der Daimler-Konzern wolle offenbar auf eine Klausel der im Juli 2004 abgeschlossenen Beschäftigungssicherung zurückgreifen, berichteten die "Stuttgarter Nachrichten". Diese sieht vor, dass weiteren 3800 Mitarbeitern Altersteilzeitverträge angeboten werden können. Dieses Kontingent solle weitgehend ausgeschöpft werden. Darüber hinaus sollten weitere rund 5000 Stellen an den betroffenen Standorten sozialverträglich abgebaut werden, zum Teil über Versetzungen an Standorte, an denen noch zusätzlicher Bedarf an Mitarbeitern bestehe.

Kündigungen sind durch den im Juli 2004 vereinbarten Beschäftigungspakt zwischen Konzern und Betriebsrat ausgeschlossen. Wegen des nun geplanten Abfindungsprogramms, das im vierten Quartal beginnen soll, kommen auf Daimler-Chrysler voraussichtlich Sonderbelastungen im dreistelligen Millionenbereich zu.

Zetsche hatte zuletzt auf der Automesse IAA eingeräumt, dass weitere Restrukturierungskosten nicht ausgeschlossen sind. Details nannte er nicht. Im ersten Halbjahr 2005 hatte der Konzern bereits für die Sanierung seiner Kleinstwagentochter Smart rund 1,1 Milliarden Euro zurückgestellt.

Derzeit wird bei Mercedes das Sparprogramm Core umgesetzt, das aus 20 000 Einzelmaßnahmen besteht und die Kosten um drei bis vier Milliarden Euro drücken soll. Die Umsatzrendite der Mercedes Car Group, die Ende 2004 auf 3,3 Prozent abgesackt war, soll bis 2007 auf 7 Prozent steigen.

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