Zeitungsmeldung dementiert
Linde lässt sich Zeit mit Verkauf der Gabelstapler-Sparte

Der Wiesbadener Linde-Konzern hat einen Zeitungsbericht dementiert, wonach die Investmentbank Morgan Stanley bereits mit der Organisation des Verkaufs der Gabelstaplersparte beauftragt worden sei. Finanzkreise halten dieses Szenario allerdings für nicht ganz unwahrscheinlich.

HB FRANKFURT. „Wir prüfen alle strategischen Optionen für Material Handling. In diesem Gesamtprozess ist noch keine Entscheidung gefallen“, sagte ein Linde-Sprecher am Dienstag. Die Tageszeitung „Die Welt“ hatte zuvor unter Berufung auf Finanzkreise berichtet, das Unternehmen wolle noch vor dem Sommer einen Käufer finden. Die US-Investmentbank Morgan Stanley sei schon mit der Organisation einer Verkaufsauktion beauftragt worden. Die Auktion, bei der die potenziellen Käufer in drei Phasen ihre Konzepte mit einem Übernahmeangebot abgeben könnten, solle aber nicht vor Ende Mai starten.

Linde-Chef Wolfgang Reitzle will mit der Übernahme der britischen BOC einen reinen Industriegase-Konzern formen und sich vom Gabelstaplergeschäft trennen. Für die Gabelstapler-Sparte (Konzernbezeichnung: Material Handling) hatte Reitzle auch einen Börsengang nicht ausgeschlossen. Finanzkreisen zufolge werden Morgan Stanley keine schlechten Chancen auf das Mandat eingeräumt. Die Bank wollte sich am Dienstag nicht äußern.



In Kreisen von Finanzinvestoren hieß es, die Bewertung der Sparte sei schwierig, da sie umfangreiches Leasing-Geschäft umfasse. „Da geistern momentan Hausnummern von 2,5 bis vier Mrd. Euro durch die Luft – wissen tut es keiner“, hieß es.

Mit seinen drei Gabelstaplermarken „Linde“, „Still“ und „OM Pimespo“ zählt Linde zu den weltweit führenden Herstellern der Branche. Die Sparte kam 2005 auf einen Umsatz von 3,63 Mrd. Euro und einen Vorsteuergewinn von 191 Mill. Euro. In diesem Bereich zählt Linde rund 19 300 Beschäftigte.

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