Zementkonzern
Dyckerhoff erwägt Rückzug von der Börse

Der italienische Baustoffkonzern Buzzi Unicem pirscht sich bei der Wiesbadener Dyckerhoff an die Schwelle von 95 Prozent heran. Ende des vergangenen Jahres hielt der Großaktionär 98 Prozent der Stammaktien des Zementkonzerns. Das Ende der börsennotierten Zeit rückt näher.

HB FRANKFURT. Dyckerhoff-Chef Wolfgang Bauer sagte am Montag, Fonds hätten nach der Lehman-Pleite offenbar wegen Liquiditätsnöten verkauft. Eine Streichung von Dyckerhoff vom Kurszettel sei „eine Frage der Gelegenheit“.

Für den Zwangsausschluss der Kleinaktionäre ist eine Mehrheit von 95 Prozent notwendig. „Ich würde mich nicht wundern, wenn Buzzi die Gelegenheit wahrnehmen würde, weiter zuzukaufen“, sagte Bauer.

Außerdem erwartet Deutschlands zweitgrößter Zementkonzern wegen der Rezession für das laufende Jahr einen Umsatzeinbruch um bis zu 20 Prozent. Vorstandschef Wolfgang Bauer prognostizierte am Montag auf der Bilanzpressekonferenz einen Umsatz von 1,6 bis 1,8 Mrd. Euro; 2008 waren es noch 1,97 Milliarden. Das operative Ergebnis (Ebitda) und der Jahresüberschuss würden „sehr deutlich“ schrumpfen, bekräftigte Bauer. Investitionsprojekte würden daher verschoben oder zeitlich gestreckt.

Die geplanten Preiserhöhungen will das zur italienischen Buzzi Unicem gehörende Unternehmen trotz der Flaute am Bau durchsetzen. Im vergangenen Jahr hatte Dyckerhoff die Zementpreise in Deutschland zum acht Prozent angehoben.

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