Zementkonzerne
Holcim bröckelt der Gewinn weg

Bei Holcim haben die weltweite Wirtschaftsflaute und der lange Winter in Europa und Nordamerika im ersten Quartal voll durchgeschlagen. Der Schweizer Zementkonzern tut sich außerdem mit einem Ausblick schwer.

HB JONA. Der Gewinn sei von Januar bis März um 80 Prozent auf 74 Mio. Schweizer Franken eingebrochen. Der Betriebsgewinn sank um 53,5 Prozent auf 343 Mio. Franken. Der Umsatz ging um 17,9 Prozent auf 4,523 Mrd. Franken zurück. Damit fehlte Holcim bei allen Kennzahlen die Erwartungen der Analysten. Die Aktie verlor im frühen Handel um 5,71 Prozent auf 56,95 Franken.

Einen Ausblick für 2009 wollte das Unternehmen weiterhin nicht wagen. Die globale Krise und der in vielen Märkten witterungsbedingt verhaltene Start der Bauwirtschaft hätten bestätigt, dass 2009 schwierig sein werde, hieß es. Erst in den kommenden Monaten werde sich in Europa und Nordamerika abzeichnen, wie stark der Nachfragerückgang auf die Rezession und den harten Winter zurückzuführen sei.

Auch der französische Zementhersteller Lafarge spürt immer stärker die Folgen der Wirtschaftskrise. Die geringere Bautätigkeit belaste die Zementnachfrage weltweit. Der operative Gewinn brach um ein Drittel auf 335 Mio. Euro ein. Netto wies der Konzern am Mittwoch sogar einen Verlust von 17 Mio. Euro aus. Vor einem Jahr stand noch ein Plus von 150 Mio. Euro in den Büchern. Der Umsatz sank um neun Prozent auf 3,6 Mrd. Euro. Auch der strenge Winter habe das Ergebnis gedrückt. Dennoch konnte Lafarge mit den Kennzahlen die Markterwartungen übertreffen.

Angesichts der Wirtschaftslage sei eine konkrete Prognose für 2009 schwierig, erklärte der nach Börsenwert weltgrößte Zementkonzern. Allerdings dürften die staatlichen Konjunkturprogramme seinen Geschäften 2010 einen Schub geben. Für dieses Jahr rechnet Lafarge damit, dass der weltweite Zementumsatz um zwei bis fünf Prozent zurückgeht. Die Preise sollten aber stabil bleiben.

Deutschlands zweitgrößter Zementkonzern Dyckerhoff schraubte seine Erwartungen für 2009 nach einem Verlust im ersten Quartal am Mittwoch noch einmal zurück und rechnet nun mit einem Umsatz- und Gewinneinbruch.

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