Zementkonzerne
Zwei Riesen wollen fusionieren

Die Unternehmen Lafarge und Holcim, die beiden weltweit größten Zementkonzerne, wollen sich zusammenschließen. Um Einwände der Wettbewerbshüter zu vermeiden, haben die Firmen eine besondere Strategie entwickelt.
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ParisDie weltweit größten Zementkonzerne Lafarge und Holcim wollen in Kürze ihren Zusammenschluss bei der EU-Kommission anmelden. „Wir stehen kurz davor, bei den EU-Wettbewerbsbehörden die Zustimmung zur Fusion zu beantragen“, sagte Lafarge-Chef Bruno Lafont am Donnerstag.

Die Gespräche mit Brüssel seien konstruktiv gewesen und die beiden Firmen seien auf Kurs, um die Fusion im ersten Halbjahr 2015 abzuschließen.

Einen genauen Zeitpunkt, wann das Gesuch eingereicht wird, machte Lafont nicht. Eine vorläufige Untersuchung der Europäischen Kommission dauert 25 Arbeitstage. Wenn die EU-Wettbewerbskommission ernsthafte Bedenken hat, dass eine Transaktion Kunden und Konkurrenten schädigt, leitet sie eine vertiefte Untersuchung ein, die bis zu vier Monate dauern kann.

Holcim und Lafarge sind weltweit die Nummer eins und zwei der Zementindustrie. Um Einwände der Wettbewerbshüter gegen den im April angekündigten rund 38 Milliarden Euro schweren Zusammenschluss zu vermeiden, haben die beiden Konzerne in Deutschland, Frankreich und zahlreichen weiteren Ländern Fabriken und Geschäftsbereiche im Wert von rund 3,5 Milliarden Euro zum Verkauf gestellt. Im Juli berichtete Holcim von 100 potenziellen Käufern.

Der formelle Verkaufsprozess habe noch nicht angefangen. Namen der Interessenten wollte Lafont nicht nennen. „Ich kann nur bestätigen, dass alles gut läuft“, sagte der Lafarge-Chef. Es gebe ernsthaftes Interesse für die zum Verkauf gestellten Bereiche. Insidern zufolge zählen die deutsche HeidelbergCement und die irische CRH zu den Interessenten.

Heidelberg erwäge ein gemeinsames Gebot mit Votorantim Cimentos aus Brasilien, CRH wolle zusammen mit Cemex aus Mexiko bieten. Auch einige private Investorengruppen seien im Rennen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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