Zerschlagung
US-Immobilienfirma greift sich Yukos-Tochter

Die amerikanische Immobilienfirma Monte-Valle hat bereits zum dritten Mal eine Tochter des zerschlagenen Ölkonzerns Yukos übernommen. Doch die Zukäufe bergen auch Risiken.

HB MOSKAU. Die US-Immobilienfirma Monte-Valle hat die Finanz-Tochter des zerschlagenen Ölkonzerns Yukos, Yukos Finance, für 7,84 Milliarden Rubel (226,65 Mio Euro) ersteigert. Die russische Tochter Promneftstroi erhielt am Mittwoch den Zuschlag, wie die Nachrichtenagentur Agentur Interfax in Moskau meldete. Zuvor hatte Monte-Valle bereits Yukos-Stromunternehmen in Tambow und Belgorod für umgerechnet 100,1 Millionen Euro ersteigert. Der größte russische Ölförderer Rosneft, der die meisten Yukos-Vermögenswerte erworben hatte, nahm an der Auktion wider Erwarten nicht teil.

Die US-Firma hatte Promneftestroi erst vor kurzem vom staatlichen Ölförderer Rosneft gekauft. „Promneftstroi war eigens für die Teilnahme an der Auktion übernommen worden“, sagte Monte-Valle-Chef Steven Lynch in Moskau.

Yukos Finance hält unter anderem 49 Prozent der Anteile am slowakischen Pipelinebetreiber Transpetrol. Analysten warnen jedoch vor den Risiken des Kaufs, da ein Amsterdamer Gericht Yukos- Gläubigern Ansprüche gegen Yukos Finance zuerkannt hat, die auch nach der Auktion bestehen blieben. Zudem hatten Interfax zufolge ehemalige Yukos-Topmanager die Transpetrol-Aktien in einem von ihnen kontrollierten Fonds deponiert, um sie dem Yukos-Konkursverwalter zu entziehen.

Nach russischen Agenturangaben war die russische Tochter von Monte-Valle im August 2003 in Russland eingetragen worden. Gründer und Generaldirektor ist der Amerikaner Lynch. Die Firma ist auf Immobiliengeschäfte spezialisiert. Näheres über Monte-Valle wurde zunächst nicht bekannt.

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