Zetsche hat ehrgeizige Ziele
Daimler will profitabler als BMW werden

Daimler-Chrysler-Chef Dieter Zetsche hat auch nach dem Verkauf der US-Tochter Chrysler ehrgeizige Wachstumsziele. Der Autobauer will die Umsatzrendite seines Hauptkonkurrenten BMW übertrumpfen. Derweil wurde erst einmal eine Hürde für die Lkw-Produktion in China genommen.

HB STUTTGART. Die künftige Daimler AG werde stärker als der Markt zulegen, die Umsatzrendite des Hauptkonkurrenten BMW übertreffen und die Produktionszeit pro Auto mittelfristig um weitere 18 Prozent absenken, kündigte Zetsche in der Branchenzeitschrift „auto motor und sport“ an. Nach der Chrysler-Trennung seien die großen Veränderungen im Konzern aber abgeschlossen, erklärte der Manager. Ein Verkauf etwa der Kleinwagenmarke smart oder ein Börsengang der Truck-Group seien nicht geplant.

„Wir werden unsere Umsatzrendite so weit vorantreiben, dass wir im Premiummarkt führend sind“, unterstrich Zetsche. Für das laufende Jahr peilt der Stuttgarter Autobauer eine Umsatzrendite von mehr als sieben Prozent an. „Auf Basis der Bilanz 2007 werden wir dann den Weg nach vorne beschreiben.“ Der Vorstandsvorsitzende kündigte eine weitere Reduzierung der Stundenzahl an, die für die Fertigung der Fahrzeuge benötigt wird. „In 2006 haben wir uns hier um zwölf Prozent verbessert, in 2007 werden wir einen weiteren erheblichen Schritt tun. Mittelfristig wollen wir uns um 30 Prozent verbessern“, sagte Zetsche.

Die Strategie des Unternehmens sei, die Pkw- und Lkw-Sparte auch künftig unter dem Dach der Daimler AG zu führen. smart entwickle sich erfolgreich und bleibe ebenfalls im Konzern. „Wir werden mit smart dieses Jahr wieder Geld verdienen und das wird weiter nach oben gehen“, betonte der Manager. In USA lägen bereits 12 000 Bestellungen vor.

Hürde für Lkw-Produktion in China genommen

Mit dem Ausstieg aus einem Bus-Joint-Venture in China hat Daimler unterdessen eine wichtige Hürde für den geplanten Aufbau einer Lkw-Produktion in dem Land genommen. Ausländische Konzerne dürfen laut Gesetz in China maximal zwei Gemeinschaftsunternehmen führen, weshalb geplante das Nutzfahrzeug-Projekt mit dem Partner Beiqi Foton nicht starten konnte. „Im März haben wir vertrauensvoll und in Freundschaft unsere Aktien am Bus-Joint-Venture Yaxing Benz dem anderen Anteilseigner Yangzhou Motor übertragen“, sagte Daimler-Chrysler-Sprecher Trevor Hale am Freitag. „Wir suchen weiter nach Geschäftsmöglichkeiten.“ Zum Verkaufspreis schwieg er. Der Weltmarktführer im Nutzfahrzeuggeschäft hatte lang nach einem Käufer für seine Yaxing-Anteile gesucht.

Bereits Ende November hatte DaimlerChrysler für 79 Mill. Euro 24 Prozent an dem Nutzfahrzeughersteller Foton gekauft, um gemeinsam mit dem Unternehmen schwere und mittelschwere Laster sowie Motoren zu bauen. Eine Genehmigung der lokalen Lkw-Produktion für den schnell wachsenden chinesischen Markt steht aber bislang aus. Nutzfahrzeug-Chef Andreas Renschler hatte erklärt, er rechne bis Jahresende mit einem positivem Bescheid.

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