Ziel soll bis Oktober erreicht sein
Porsche strebt Sperrminorität bei VW an

Der Sportwagenbauer Porsche will seine Beteiligung am Wolfsburger Volkswagen-Konzern zügig auf eine Sperrminorität aufstocken.

HB FRANKFURT. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking wolle spätestens Mitte Oktober die Sperrminorität von 25,1 Prozent erreichen, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ am Samstag vorab unter Berufung auf Bankenkreise. Eine Investmentbank habe den Auftrag, die fehlenden 3,9 Prozent an dem Wolfsburger Autokkonzern schnell zu beschaffen. Bei Porsche war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Ende Juni hatte Porsche aber bereits angekündigt, die Sperrminorität bis Jahresende erreichen zu wollen.

Anfang Juli hatte hatte das Bundeskartellamt einen Antrag von Porsche auf Zulassung der Aufstockung gebilligt. Mit der Erlaubnis kann der hochprofitable Stuttgarter Sportwagenbauer seinen Einfluss auf Entscheidungen bei Europas größtem Autohersteller auch nach einem möglichen Wegfall des VW-Gesetzes behaupten. Das aus den 1960er Jahren stammende Gesetz legt fest, dass kein VW-Aktionär mehr als 20 Prozent der Stimmrechte ausüben kann, und erschwert faktisch eine Übernahme. Die Europäische Union sieht in dem Gesetz eine illegale Investitionshürde und verlangt dessen Abschaffung. Auch Wiedeking strebt eine Abschaffung der Regelung an. Der zweite VW-Großaktionär, das Land Niedersachsen, will das Gesetz dagegen erhalten.

Porsche, seit Herbst 2005 größter VW-Eigner, will mit der insgesamt 3,5 Milliarden Euro teuren Beteiligung auch seine Zusammenarbeit mit dem Wolfsburger Konzern absichern, zu dem auch die Tochter Audi gehört. Neben der Zusammenarbeit bei den Geländewagen Cayenne und Touareg wollen Porsche und VW auch bei Hybrid-Antrieben und bei der geplanten vierten Baureihe von Porsche kooperieren. VW wird für die 2009 geplante viertürige Baureihe unter anderem lackierte Rohkarossen liefern.

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