Ziel vor Augen
Röchling setzt auf Kunststoffe

Die Röchling- Gruppe kommt ihrem Ziel, ein reiner Kunststoffverarbeitungs-Konzern zu werden, allmählich näher. Nach dem Verkauf ihrer gut 42 Prozent am Wehrtechnik-Konzern Rheinmetall im November und der Trennung vom Frankiermaschinen-Spezialisten Frankotyp Postalia zu Beginn dieses Jahres hängt noch der Telefon-Hersteller DeTeWe als Klotz am Bein der Familien-Gruppe.

wb MANNHEIM. Zwar soll DeTeWe nach dem Abbau von 600 der zuvor 1 400 Stellen – die Zahl der Konzern-Mitarbeiter ging 2004 von 9 100 auf 8 000 zurück – in diesem Jahr geringere Verluste schreiben. Doch auch auf lange Sicht sei das Unternehmen in einer Branche der Giganten zu klein, um zu reüssieren, erklärte der Geschäftsführungs-Vorsitzende Georg Duffner. DeTeWe stehe darum zur Disposition; über die Form ist noch nicht entschieden.

Bereits im vergangenen Jahr haben die beiden Kunststoffbereiche (Halbzeuge, Automobiltechnik) zwei Drittel zum Konzernumsatz von 1,4 (Vorjahr: 1,52) Mrd. Euro beigetragen. Bis 2010 sollen die dann drei Teilbereiche (das Segment Technische Teile befindet sich im Aufbau) jeweils rund ein Drittel zum Konzernumsatz von 1,5 bis zwei Mrd. Euro beitragen. Dabei setzt Duffner nicht zuletzt auf die gerade einsetzende Konsolidierung im Markt der Kunststoffverarbeiter, von der er sich gute Akquisitions-Chancen verspricht.

„Nicht so richtig Freude“ macht ihm die aktuelle Entwicklung. Die Preiserhöhungen bei Kunststoffen um 20 bis 30 Prozent seien nur schwer an die Kunden weiter zu geben. Das gelte speziell für die Abnehmer in der Automobilindustrie, die zum einen ihre Abrufmengen spürbar reduziert hätten, zum anderen weiterhin die Preise drückten.

Neben den DeTeWe-Verlusten waren es auch diese Einflüsse, die bereits im vergangenen Jahr das Ergebnis vor Steuern auf 24 (36) Mill. Euro sinken ließen. In diesem Jahr soll es wieder steigen, auch, so hofft Duffner, durch das wieder weltweit anziehende Geschäft mit der Autoindustrie.

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