Zigarettenhersteller
Imperial Tobacco profitiert von Billigmarken

Preisbewusste Raucher haben dem britischen Zigarettenhersteller Imperial Tobacco trotz der Konjunkturflaute eine Gewinnsteigerung von 15 Prozent beschert. Billigere Produkte sowie die Übernahme des "Gauloises"-Herstellers Altadis Anfang des Jahres hätten das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr auf Wachstumskurs gehalten.

HB LONDON. "Vom allgemeinen ökonomischen Abschwung sind wir kaum betroffen", erklärte Unternehmenschef Gareth Davis. Der viertgrößte Tabakkonzern profitierte demnach von einem guten Abschneiden in Osteuropa, Afrika und dem Nahen Osten, steigerte zugleich aber seinen Marktanteil in der Europäischen Union. "Die Kunden greifen auf billigere Marken und Produkte zurück, und dieser Trend dürfte im gegenwärtigen Wirtschaftsklima anhalten", sagte Davis.

Imperial Tobacco brachte vor drei Wochen unter der Marke "JPS" in Großbritannien eine neue Billigserie "Silver" auf den Markt und setzt darauf große Hoffnungen. "JPS" ist den Angaben zufolge inzwischen in Deutschland die Nummer Zwei, bei einem Marktanteil von 7,8 Prozent.

Im Geschäftsjahr bis Ende September erwirtschafteten die Briten einen Gewinn vor Abschreibungen und Sonderkosten von 136,9 Pence je Aktie und lagen damit am oberen Ende der Erwartungen. Im Zuge eines Abbaus von knapp 2500 der 40 000 Arbeitsplätze schloss der Konzern im Juni auch sein Berliner Zigarettenwerk und strich 250 Stellen in Deutschland. In Frankreich und Großbritannien habe das Unternehmen mit den Arbeitnehmern bereits eine Einigung über den Abbau erzielt, in Deutschland und Spanien seien die Gespräche noch im Gang, teilte Imperial Tobacco mit.

Die Aktie des Konzerns legte in London in einem schwachen Umfeld zeitweise um zwei Prozent zu. Der Kurs hat sich in diesem Jahr besser entwickelt als die Börse insgesamt. Dies spiegelt vor allem die Tatsache wider, dass die Branche generell als weniger anfällig für Konjunkturschwankungen gilt.

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