Zigarettenriese
Altria muss Gewinnrückgang hinnehmen

Der „Marlboro“-Hersteller Altria hat im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres weniger verdient. Zur Begründung gab das New Yorker Unternehmen am Mittwoch unter anderem eine sinkende Zigarettennachfrage an. Außerdem habe es Sonderbelastungen gegeben.

HB NEW YORK. Der Altria-Gewinn ist im dritten Quartal um 8,4 Prozent gesunken. Der Nettogewinn fiel im Berichtszeitraum auf 2,63 (Vorjahr 2,88) Mrd. Dollar und das Ergebnis je Aktie auf 1,24 (1,36) Dollar. Der Quartalsumsatz legte um 8,9 Prozent auf 19,2 Mrd. Dollar zu. Ohne Sonderposten beziffert das Unternehmen das Ergebnis je Aktie auf 1,21 Dollar, was gegenüber dem Vorjahreszeitraum wiederum einem Plus von 13 Prozent entspreche. Der Gewinn aus dem laufenden Geschäft stieg wegen Preiserhöhungen bei Zigaretten in den USA und im Ausland sowie wegen des schwachen Dollar deutlich. Von Thomson Financial befragte Analysten hatten im Mittel ein Ergebnis je Aktie von 1,14 Dollar erwartet.

In Deutschland fiel der Zigarettenabsatz des Unternehmens im Juli-September-Abschnitt sehr stark um neun Prozent und der Anteil am deutschen Zigarettenmarkt um 1,3 Prozentpunkte auf 35,2 Prozent. Altria führte dies unter anderem auf den Trend zu billigeren Zigaretten zurück. Der Marlboro-Marktanteil schrumpfte in Deutschland um 3,1 Prozent auf 24,1 Prozent.

Altria plant eine Aufspaltung der amerikanischen und der internationalen Zigarettensparten. Über die Trennung will der Altria-Verwaltungsrat Ende Januar endgültig entscheiden und will dann auch den Zeitpunkt der Aufspaltung des Konzern bekannt geben. Damit macht sich die Auslandstochter Philip Morris International von den Unwägbarkeiten der amerikanischen Raucherklagen und des harten US-Umfelds unabhängig. Altria hatte bereits seine Mehrheitsbeteiligung am zweitgrößten Nahrungsmittelkonzern der Welt, der Kraft Foods, an die eigenen Aktionäre abgegeben. Dies hatte den Altria-Gewinn im dritten Quartal belastet.

Altria erwartet im Gesamtjahr aus dem laufenden Geschäft einen Gewinn von 4,20 bis 4,25 Dollar je Aktie gegenüber der vorherigen Jahresgewinn-Prognose von 4,05 bis 4,10 Dollar je Aktie. Dabei führte die Gesellschaft niedrigere Steuersätze, günstige Wechselkurse und bessere Geschäftsergebnisse der Auslandstochter an.

Der Neunmonatsumsatz stieg um 8,9 Prozent auf 55,6 Mrd. Dollar, während es einen Gewinnrückgang von 16,2 Prozent auf 7,6 Mrd. Dollar gab. Der Gewinn je Aktie fiel auf 3,59 (4,31) Dollar. Im dritten Quartal sank der Gewinn je Aktie auf 1,24 Dollar von 1,36 Dollar ein Jahr zuvor.

Der US-Zigarettenabsatz schrumpfte im dritten Quartal um ein Prozent auf 47,1 Mrd. Stück, während in der EU ein Rückgang von 4,8 Prozent auf 65,4 Mrd. Stück verbucht wurde. Der gesamte Auslandsabsatz erhöhte sich geringfügig um 0,6 Prozent auf 217,2 Mrd. Zigaretten.

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