
Also: die meisten Mittelständler haben nix von China.
Mein Betrieb stellt Folien für die Elektronikindustrie her.
Kleine Lieferungen passieren den Zoll - größere werden unter fadenscheinigen Gründen über Wochen hinweg geblockt, trotz perfekter Dokumentation. Niemand konnte oder wollte mir in Shanghai helfen. Nach 4 Wochen dann hatte ich einen
ltd. Zollbeamten, der fließend Englisch sprach, am Telefon.
Sehr freundlich sicherte er mir sein persönliches Eingreifen zu und sicherte mir zu, dass die Sendung am nächsten Tag bei unserem Kunden sei. Dann fügte er hinzu: 'Warum vermeiden Sie solche Probleme eigentlich nicht und produzieren hier ?'...... So funktioniert China.
Es profitieren in erster Linie die vor Ort produzierenden dtsch Großunternehmen. Ich kann Ihnen auf Anhieb ganze Branchen nennen, die von den Chinesen flach gemacht wurden.
Und ich meine nicht Low Tech. PS: Strom kostet in China 3 ct/Kwh - nur mal so....

In einem globalisierten Markt sind auch "globalisierte" Löhne ( = Dumpinglöhne) nur eine Frage der Zeit. Folglich bringt der Globalisierungsfetisch nur wenigen einen Nutzen, aber sehr vielen einen großen Schaden. Trotteln wie jenem den menschlichen Erhaltungstrieb als Anachronismus abstempelt, gehört folglich das Maul gestopft. Diese Hohlköpfe stammen selbst aus dem wettbewerbsfreien Geschützten Bereich der Institute und Beamtenschaft mit de facto unkündbaren Dienstverhältnissen und garantierten Gehaltsvorrückungen auf Kosten der Steuerzahler. --- Das Maul stopfen sagte ich.

Liebes Handelsblatt-Team,
bitte richtig recherchieren und nicht nur das schreiben, was jeder schreibt. Die chinesischen Hersteller sind massiv durch den chinesichen Staat unterstützt worden und konnten nur dadurch mit den niedrigen Preisen so "erfolgreich" am Markt agieren. Der Kunde ist auf die ach-so billigen Module aus China angesprungen und genau dadurch sind die Anlagenpreise - auch in Deutschland - so stark gefallen. Und nur deshalb wurden auch die Einspeisevergütungen des EEG viel schneller und viel stärker gekürzt, als eigentlich geplant.
Jetzt gibt es Strafzölle und das ist gut so. Die Anlagenpreise werden dadurch nicht steigen. Im aktuell interessanten Markt der Anlagen bis 10kW fallen so geringe Preisunterschiede kaum ins Gewicht.
Alles klar?
Michel von Lönneberga

@ Michel:
Staatliche Unterstützung hat viele Formen, wie z.B. auch jene der Einspeisungsvergütung - welche zwar nicht direkt an die nationalen Solarbauer fließt, aber deren Absatz hinauftreibt. Dass die Einspeisungsvergütung schlagartig mit der Ankunft billigerer ausländischer Konkurrenzprodukte bzw. -komponenten sank, beweist recht deutlich, dass die Vergütung nur der Absatzsteigerung der heimischen Industrie diente, aber nicht dem ausländischen Mitbewerb zugedacht war.

Hier versuchen die Chinesen unter Hinweis auf die wirtschaftliche Gesamtverbindung zu China eine Branche, die in Europa nur noch von begrenzter Bedeutung in Europa ist, mit Industriepolitik platt zu machen, weil sie global durchaus von Bedeutung ist. Und die EU knickt ein. Das Erpressungspotential wachsen, wenn das erfolgreich ist.

Nein, der Mann schadet nicht Europa. Der Mann tut, was die Bundesregierung schon vor Jahren hätte tun müssen, aber sich aus Feigheit nicht traut.
(...)
China praktiziert Protektionismus, Deutschland öffnet einseitig seine Märkte; China vereltzt staatlich organisiert geistiges Eigentum, Deutschland mahnt Rechtssicherheit an; China bricht alle internationalen Abkommen, Deutschland lobt die Fortschritte im Dialog. (...)
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Hier geht es doch nicht um Solar, sondern um die Wettbewerbsvorteilnahme der Chinesen. Klar kommen die Zölle das ist bestehendes EU Recht. Lieber kleine Vergeltungsmaßnahmen jetzt und Grenzen aufzeigen als später. Partnerschaft hat eben Nichts mit Hofieren zu tun. Wenigstens hat die EU das Rückgrat, was man von dem Musterschüler nicht sagen kann.

Lieber Herr Wolf! EU-Recht? Auch dieses muss sich den WTO-Abkommen unterordnen. Die Welt ist eben größer als man annimmt und endet nicht in Brüssel.

Die Chinesen verkaufen Ihre Module bewusst unter Selbstkosten! Da hat kein Deutscher oder EU-Modulhersteller auf Dauer eine Chance. Das nennt man unfairen Wettbewerb! Viele kleinere Solarfirmen sind schon deswegen Pleite. Wenn die Chinesen die Kosten der ALG 1 und ALG II Solar-Arbeitslosen in Deutschland übernehmen, dann gibt es keine Strafzölle! Aber, das werden Sie nie machen.

@meine Vorredner:
JaJa, EEG und Atomausstieg sind natürlich keine Hilfen/Subventionen! :D