Industrie

Diskussion: Kommentare zu: Schadet dieser Mann Europa?

Karikatur eines Community-Trolls

Liebe Leserinnen und Leser,

kennen Sie Trolle? Das sind Unholde, die nichts Gutes im Schilde führen. Internet-Trolle gibt es auch. Das sind solche, die „Beiträge verfassen und sich darin auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken“, heißt es in den einschlägigen Definitionen. Solche Provokationen würgen eine Diskussion ab. Internet-Trolle sind also Menschen, die wir in unserer Handelsblatt-Online-Community nicht brauchen. Was wir gut finden, sind Kommentatoren. Gerne solche, die auf den Punkt kommen - von uns aus kurz und schmerzhaft.
Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie haben ein Recht zu wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten.

Ihre Handelsblatt-Online-Redaktion
Bitte bleiben Sie fair und halten Sie sich an unsere Community Richtlinien sowie unsere Netiquette.
  • 27.05.2013, 16:42 UhrOldFox

    Also: die meisten Mittelständler haben nix von China.
    Mein Betrieb stellt Folien für die Elektronikindustrie her.
    Kleine Lieferungen passieren den Zoll - größere werden unter fadenscheinigen Gründen über Wochen hinweg geblockt, trotz perfekter Dokumentation. Niemand konnte oder wollte mir in Shanghai helfen. Nach 4 Wochen dann hatte ich einen
    ltd. Zollbeamten, der fließend Englisch sprach, am Telefon.
    Sehr freundlich sicherte er mir sein persönliches Eingreifen zu und sicherte mir zu, dass die Sendung am nächsten Tag bei unserem Kunden sei. Dann fügte er hinzu: 'Warum vermeiden Sie solche Probleme eigentlich nicht und produzieren hier ?'...... So funktioniert China.
    Es profitieren in erster Linie die vor Ort produzierenden dtsch Großunternehmen. Ich kann Ihnen auf Anhieb ganze Branchen nennen, die von den Chinesen flach gemacht wurden.
    Und ich meine nicht Low Tech. PS: Strom kostet in China 3 ct/Kwh - nur mal so....

  • 27.05.2013, 16:48 UhrScharfrichter

    In einem globalisierten Markt sind auch "globalisierte" Löhne ( = Dumpinglöhne) nur eine Frage der Zeit. Folglich bringt der Globalisierungsfetisch nur wenigen einen Nutzen, aber sehr vielen einen großen Schaden. Trotteln wie jenem den menschlichen Erhaltungstrieb als Anachronismus abstempelt, gehört folglich das Maul gestopft. Diese Hohlköpfe stammen selbst aus dem wettbewerbsfreien Geschützten Bereich der Institute und Beamtenschaft mit de facto unkündbaren Dienstverhältnissen und garantierten Gehaltsvorrückungen auf Kosten der Steuerzahler. --- Das Maul stopfen sagte ich.

  • 27.05.2013, 17:03 UhrMichel

    Liebes Handelsblatt-Team,

    bitte richtig recherchieren und nicht nur das schreiben, was jeder schreibt. Die chinesischen Hersteller sind massiv durch den chinesichen Staat unterstützt worden und konnten nur dadurch mit den niedrigen Preisen so "erfolgreich" am Markt agieren. Der Kunde ist auf die ach-so billigen Module aus China angesprungen und genau dadurch sind die Anlagenpreise - auch in Deutschland - so stark gefallen. Und nur deshalb wurden auch die Einspeisevergütungen des EEG viel schneller und viel stärker gekürzt, als eigentlich geplant.
    Jetzt gibt es Strafzölle und das ist gut so. Die Anlagenpreise werden dadurch nicht steigen. Im aktuell interessanten Markt der Anlagen bis 10kW fallen so geringe Preisunterschiede kaum ins Gewicht.

    Alles klar?

    Michel von Lönneberga

    • 27.05.2013, 17:17 UhrScharfrichter

      @ Michel:

      Staatliche Unterstützung hat viele Formen, wie z.B. auch jene der Einspeisungsvergütung - welche zwar nicht direkt an die nationalen Solarbauer fließt, aber deren Absatz hinauftreibt. Dass die Einspeisungsvergütung schlagartig mit der Ankunft billigerer ausländischer Konkurrenzprodukte bzw. -komponenten sank, beweist recht deutlich, dass die Vergütung nur der Absatzsteigerung der heimischen Industrie diente, aber nicht dem ausländischen Mitbewerb zugedacht war.

  • 27.05.2013, 17:33 Uhrotto15

    Hier versuchen die Chinesen unter Hinweis auf die wirtschaftliche Gesamtverbindung zu China eine Branche, die in Europa nur noch von begrenzter Bedeutung in Europa ist, mit Industriepolitik platt zu machen, weil sie global durchaus von Bedeutung ist. Und die EU knickt ein. Das Erpressungspotential wachsen, wenn das erfolgreich ist.

  • 27.05.2013, 17:55 UhrMIB

    Nein, der Mann schadet nicht Europa. Der Mann tut, was die Bundesregierung schon vor Jahren hätte tun müssen, aber sich aus Feigheit nicht traut.
    (...)
    China praktiziert Protektionismus, Deutschland öffnet einseitig seine Märkte; China vereltzt staatlich organisiert geistiges Eigentum, Deutschland mahnt Rechtssicherheit an; China bricht alle internationalen Abkommen, Deutschland lobt die Fortschritte im Dialog. (...)
    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • 27.05.2013, 18:02 UhrWolf

    Hier geht es doch nicht um Solar, sondern um die Wettbewerbsvorteilnahme der Chinesen. Klar kommen die Zölle das ist bestehendes EU Recht. Lieber kleine Vergeltungsmaßnahmen jetzt und Grenzen aufzeigen als später. Partnerschaft hat eben Nichts mit Hofieren zu tun. Wenigstens hat die EU das Rückgrat, was man von dem Musterschüler nicht sagen kann.

    • 27.05.2013, 21:42 UhrSteinmeier

      Lieber Herr Wolf! EU-Recht? Auch dieses muss sich den WTO-Abkommen unterordnen. Die Welt ist eben größer als man annimmt und endet nicht in Brüssel.

  • 27.05.2013, 18:13 Uhreksom

    Die Chinesen verkaufen Ihre Module bewusst unter Selbstkosten! Da hat kein Deutscher oder EU-Modulhersteller auf Dauer eine Chance. Das nennt man unfairen Wettbewerb! Viele kleinere Solarfirmen sind schon deswegen Pleite. Wenn die Chinesen die Kosten der ALG 1 und ALG II Solar-Arbeitslosen in Deutschland übernehmen, dann gibt es keine Strafzölle! Aber, das werden Sie nie machen.

  • 27.05.2013, 19:40 Uhrfeedooweb

    @meine Vorredner:
    JaJa, EEG und Atomausstieg sind natürlich keine Hilfen/Subventionen! :D

  • Die aktuellen Top-Themen
Johannes Teyssen: Eon-Chef fordert Reform der Energiewende

Eon-Chef fordert Reform der Energiewende

Johannes Teyssen glaubt, dass die Energiewende der Umwelt mehr schadet als nutzt. Unter anderem fordert er, dass sich der Ökostrom ebenso im freien Markt behaupten müsse wie andere Energiequellen.

600-Millionen-Euro-Klage: Telekom siegt gegen Telegate-Gründer

Telekom siegt gegen Telegate-Gründer

Im Verfahren der Firmengründer gegen die Deutsche Telekom lehnte das Kölner Gericht eine Klage wegen zu hoher Rechnungen für Telefondaten ab. Auch eine Klage von Telegate selbst wurde abgewiesen.

Rating-Urteil: S&P stuft Commerzbank herab

S&P stuft Commerzbank herab

Die Bonitätswächter von Standard & Poor's senken den Daumen über die Commerzbank. Das Geldhaus brauche länger, ein tragfähiges Geschäft aufzubauen. Deshalb stufen die Experten die Kreditwürdigkeit herab.

  • Business-Lounge
Business-Lounge: Die großen Auftritte der Entscheider

Die großen Auftritte der Entscheider

Premieren, Feste, Symposien oder Jubiläen – es gibt viele Anlässe, bei denen die Größen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im Mittelpunkt stehen. Verfolgen Sie die Auftritte in Bildern.

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DEUTSCHLANDS ANZEIGENPORTAL FÜR UNTERNEHMENS-VERKAUF UND UNTERNEHMENSNACHFOLGE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Verkaufsangebote Verkaufsgesuche




 

.