Zugelegt
Gerresheimer versechsfacht Gewinn

Der Düsseldorfer Verpackungshersteller Gerresheimer hat seinen operativen Gewinn in den ersten neun Monaten nahezu versechsfacht. Einen Plan, was mit dem Plus geschehen soll, hat der Börsenneuling bereits gefasst.

HB DÜSSELDORF. Die Ertragslage werde sich durch geringere Zinsaufwendungen weiter verbessern, teilte die im Kleinwerteindex SDax notierte Firma am Mittwoch mit. Dadurch habe der Börsenneuling die nötigen Mittel für Akquisitionen und Investitionen.

Der Zulieferer für die Pharma- und Kosmetikindustrie verbuchte in den ersten neun Monaten seines Geschäftsjahres 2006/07 einen operativen Gewinn von knapp 35 Mill. Euro und hat den Wert gegenüber dem Vorjahreszeitraum damit beinahe versechsfacht. Unter dem Strich fiel allerdings noch ein Verlust von 13,1 (Vorjahreszeitraum: 27,0) Mill. Euro an.

Der Umsatz legte dank des zugekauften Kunststoffspezialisten Wilden um rund 46 Prozent auf 697,4 Mill. Euro zu. Mit Hilfe der aus dem Börsengang zugeflossenen Mittel reduzierte Gerresheimer seine Nettofinanzschulden zum 31. August auf 414 Mill. Euro. Ende Mai standen noch 840 Mill. Euro in den Büchern.

Für das Gesamtjahr bekräftigte der Vorstand sein Ziel, den Umsatz ohne Zukäufe um acht bis neun Prozent zu steigern. Die bereinigte operative Umsatzrendite soll nahezu 19 Prozent erreichen.

Die bis 2003 schon einmal an der Börse gelistete Firma gilt als Kandidat für den Nebenwerteindex MDax. Derzeit werden die Papiere bei 38 Euro gehandelt, zwei Euro unter dem Ausgabekurs. Der Produzent von Arzneimittelfläschchen, Inhalatoren und Einwegspritzen beschäftigt weltweit 10 000 Mitarbeiter an 37 Standorten.

In den vergangenen Monaten erwarb Gerresheimer neben der Firma Wilden mit einem Jahresumsatz von rund 240 Mill. Euro die Pharmaglassparte der US-Firma Comar. Zudem gründete der Konzern ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem US-Partner Thermo Fisher Scientific, an dem die Düsseldorfer 51 Prozent halten.

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