Zugeständnisse an Arbeitnehmer
Keine Entlassungen bei Thyssen-Krupp Steel

Im Streit um den geplanten Stellenabbau in der Stahlsparte von Thyssen-Krupp hat der Vorstand Zugeständnisse an die Arbeitnehmervertreter gemacht: Betriebsbedingte Kündigungen sind vorerst vom Tisch. Offenbar sorgten Massenproteste im Vorfeld für den nötigen Druck.

HB DUISBURG. "Der Aufsichtsrat von Thyssen-Krupp Steel hat sich darauf verständigt, dass betriebsbedingte Kündigungen kein Thema mehr sind", sagte eine Sprecherin der IG Metall am Donnerstagabend. "Das ist in der jetzigen Situation so richtig", sagte ein Sprecher des Unternehmens. Auf Druck der Arbeitnehmervertreter war am Nachmittag der Aufsichtsrat von Thyssen-Krupp Steel zu einer außerordentlichen Sitzung zusammengekommen.

"Die Beschäftigten haben heute eindrucksvoll ein Zeichen gesetzt. Das hat den Vorstand zum Umdenken bewegt", sagte IG-Metall-Vizechef-Detlef Wetzel. Rund 10 000 Stahlarbeiter hatten zuvor nach Gewerkschaftsangaben in Duisburg gegen die geplanten Stellenstreichungen protestiert. Der IG Metall zufolge wurde bei der Aufsichtsratssitzung auch vereinbart, dass im Rahmen des Kostensenkungsprogramms die Beschäftigungs- und Einkommenssicherung gleichberechtigte Themen neben anderen Maßnahmen sind.

Thyssen-Krupp will in der Stahlsparte weitere Stellen streichen und hatte auch betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen. Der Konzern hat bislang nicht mitgeteilt, wie viele Arbeitsplätze er abbauen will. Thyssen-Krupp Steel brechen seit Monaten wegen des Abschwungs wichtiger Abnehmerbranchen wie Autoindustrie und Maschinenbau die Aufträge weg. Tausende Beschäftigte sind in Kurzarbeit.

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