Zugeständnisse an die Kartellbehörden sollen Fusion sichern Procter und Gillette verkaufen Randbereiche

Die beiden US-Konsumgüterkonzerne Procter & Gamble (P&G) und Gillette bereiten den Verkauf von Randbereichen vor. Das verlautete aus Kreisen der Unternehmen. Sie wollen damit den Kartellbehörden entgegenkommen, von deren Genehmigung der geplante Zusammenschluss der beiden Firmen abhängt.

HB/wsj/tmo/tor/tel NEW YORK. P&G will Gillette in der weltgrößten Transaktion der Konsumgüterbranche für 53 Mrd. Dollar übernehmen. Um wettbewerbsrechtliche Bedenken zu vermeiden, planen beide Unternehmen den Verkauf von überlappenden Bereichen. Der Wert der möglichen Verkaufskandidaten beträgt einige hundert Mill. Dollar, hieß es in den Kreisen. Im Vergleich zum Gesamtumsatz des fusionierenden Unternehmens, der sich auf über 60 Mrd. Dollar belaufen wird, sind die Bereiche, die die Unternehmen aufgeben wollen, eher klein.

Überschneidungen zwischen den Geschäftssegmenten von P&G und Gillette bestehen vor allem im Verkauf von Produkten zur Mundpflege. So verkauft P&G Zahnbürsten und -pasta der Marken Blend-a-med, AZ und Crest. Gillettes Angebot umfasst Mundpflege-Produkte der Marken Oral B und Rembrandt.

Ansonsten überschneiden sich die Geschäfte von P&G und Gillette kaum. Procter konzentriert sich vor allem auf Pflege- und Haushaltsprodukte, die hauptsächlich Frauen einkaufen. Dazu zählen Haarpflegeartikel der deutschen Tochter Wella ebenso wie Olay-Cremes, Pampers-Windeln und Ariel-Waschmittel. Dagegen richtet sich Gillette mit seinen Rasierklingen und Duracell-Batterien eher an Männer.

Der Verkauf von Randbereichen im Wert von einigen hundert Mill. Dollar wäre eine wenig schmerzhafte Konzession für P&G und Gillette, angesichts des Fusionsvolumens. Derzeit prüft die Wettbewerbsaufsicht der Europäischen Kommission ebenso wie die US-Kartellbehörde den geplanten Zusammenschluss. P&G-Sprecher Scott Stewart sprach in Brüssel von „sehr regen und engen“ Kontakten zu den europäischen Wettbewerbshütern.

Die Aufseher haben Fragebögen an Zulieferer und Konkurrenten der beiden US-Konzerne verschickt, um die Folgen des Zusammenschlusses besser abschätzen zu können.

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