Zukäufe im Reparaturgeschäft
Intaliener wollen bei Lloyd-Werft einsteigen

Der italienische Staatswerft Fincantieri steht kurz vor dem Einstieg bei der deutschen Lloyd-Werft in Bremerhaven. Der Schiffsbaukonzern will durch seine Zukäufe von dem wachsenden Kreuzfahrtgeschäft profitieren.

MAILAND | HAMBURG. So greift der Schiffbauer nach der Grand Bahama Shipyard in Freeport, einer der führenden Reparaturwerften für Kreuzfahrtschiffe auf den Bahamas, und steht kurz vor dem Einstieg bei der deutschen Lloyd-Werft in Bremerhaven.

„Freeport interessiert uns sehr, da die Karibik wie das Mittelmeer und Nordeuropa eine viel befahrene Region ist, vor allem von Kreuzfahrtschiffen“, bestätigt ein Sprecher von Fincantieri das Interesse für die Werft in den Bahamas. Die Verhandlungen liefen bereits seit längerem, aber ein Ergebnis sei noch nicht abzusehen. Grand Bahama Shipyard gehört bisher den Kreuzfahrt-Veranstaltern Carnival und Royal Carribean und der Port Authority in Freeport. Die Besitzer wollen sich mit dem Verkauf stärker auf ihr Kerngeschäft konzentrieren.

In Deutschland ist das Engagement von Fincantieri bei der Lloyd-Werft hingegen weit fortgeschritten. Hier beteiligen sich die Italiener im Rahmen einer Kapitalerhöhung zunächst mit rund 20 Prozent an der Gesellschaft. In zwei Jahren wollen sie dann den Anteil auf 51 Prozent aufstocken und die strategische Führung übernehmen, teilt der Werften-Chef Werner Lüken mit. Mit im Boot bei der Lloyd-Werft ist die Stadt Bremen. Sie wird sich für 2,9 Mill. Euro mit 13,1 Prozent an der Gesellschaft beteiligen, teilt die Bremer Wirtschaftsbehörde mit. Damit steigt die Stadt nach dem Untergang der Werft Bremer Vulkan vor einigen Jahren wieder in das Werftgeschäft ein.

Mit dem Einstieg auf den Bahamas und Bremerhaven würde Fincantieri weltweit über drei Reparaturwerften verfügen. Der italienische Schiffbaukonzern besitzt bereits einen Reparaturbetrieb in Palermo, in dem 560 Mitarbeiter beschäftigt sind. Im Durchschnitt hat Fincantieri 70 Schiffe pro Jahr in seiner Werft, die repariert werden oder neue Kabinen und Restaurantanlagen erhalten.

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