Zukäufe sollen dem Schweizer Chemiekonzern neues Geschäftsfeld erschließen
Ciba will in Papierindustrie Schwergewicht werden

Die Ciba Spezialitätenchemie AG will die Integration ihres Neuerwerbs Raisio Chemicals bis Jahresende bewältigt haben. Mit ihrer durch den Zukauf erheblich erweiterten Sparte Wasser- und Papierchemie will der Konzern sich weltweit auf Platz eins der Zulieferer für die Papierindustrie setzen.

TURKU. Vorstandschef Armin Meyer schloss bei einer Visite bei Raisio im finnischen Turku wenige Tage nach dem förmlichen Abschluss des Deals nicht aus, dass Ciba die neu formierte Sparte in angrenzende Märkte vorstoßen lassen könnte – auch durch Zukäufe.

„Profitables Wachstum ist jetzt das wichtigste Ziel“, sagte Meyer. Man habe in den vergangenen Jahren die Bilanz des Konzerns in Ordnung gebracht und trotz der schlechten Chemiekonjunktur den Cash flow hoch gehalten. Bei Analysten gilt Ciba als eine der Spezialchemiegruppen, die von der anspringenden Branchenkonjunktur am besten profitieren könnte. „Ciba hat seine Hausaufgaben rechtzeitig und gründlich gemacht“, sagt Roland Leutenegger beim Bankhaus Oppenheim.

Ciba erlöste im ersten Quartal 2004 rund 1,1 Mrd. Euro. Daraus zog sie 110 Mill. Euro betriebliche Erträge – beide Werte liegen auf dem Niveau des Vorjahres. Der Reingewinn sank um 6 Prozent auf knapp 70 Mill. Euro – laut Meyer durch einmalig höhere Finanzierungskosten. Der 475 Mill. Euro teure Raisio-Zukauf belastet Cibas zuvor durch einen Schuldenabbau um 28 Prozent bereinigte Bilanz kaum. Ende 2003 hatte der Konzern knapp 700 Mill. Euro Schulden, jedoch 1,6 Mrd. Euro Liquidität.

Die Wasser- und Papierchemie wird künftig rund 27 Prozent des rund 4,5 Mrd. Euro hohen Konzernumsatzes bestreiten. Sie ist damit die größte Sparte von Ciba geworden. „Jetzt muss sie entsprechend Gewinn beitragen“, sagte Meyer.

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