Zukauf
Areva übernimmt Mehrheit an deutschem Windanlagenbauer

Der französische Kraftwerkskonzern Areva kauft die Mehrheit am Bremer Windkraftanlagenhersteller Multibrid. Mit dem Schritt macht der Konzern einem deutschen Versorger Konkurrenz.

HB PARIS. Bei der Übernahme von 51 Prozent der Anteile werde Multibrid mit 150 Mill. Euro bewertet, teilte Areva am Montag mit. Der Konzern trete in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Multibrid-Eigner Procon Nord ein.

Mit dem Zukauf steigen die Franzosen in die Windkraft ein und machen ihrem deutschen Nuklearenergiepartner Siemens Konkurrenz. Multibrid produziert in Bremerhaven von Windenergieanlagen, die im Meer aufgestellt werden können. Zuletzt hatte Areva versucht, die Kontrolle über die deutsche Windenergiegruppe REpower zu erlangen, war jedoch im Bieterkampf dem indischen Unternehmen Suzlon unterlegen.

Der Siemens-Konzern, der als Minderheitspartner zusammen mit Areva den Atomstromspezialisten Areva NP betreibt, ist seit Ende 2004 auf dem Markt für Windkrafträder aktiv. Mittlerweile betrachtet sich der Münchener Technologiekonzern als Marktführer beim Bau der so genannten Offshore-Windparks. Die Franzosen wollen Siemens bis Anfang 2012 aus dem Geschäft mit Kernkraftwerken drängen.

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