Zukauf in Asien
Semperit zahlt 150 Millionen für Latexx

Mit der Übernahme von Latexx Partners will Semperit sein Handschuh-Geschäft in den USA und Asien stärken. Bis zum Jahresende soll der Zukauf abgeschlossen sein. Große Hürden erwartet Semperit dabei nicht.
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WienDer österreichische Gummispezialist Semperit will mit der gut 150 Millionen Euro schweren Übernahme der malaysischen Latexx Partners sein Geschäft mit Medizin-Handschuhen ausbauen. Semperit habe sich bereits 47,3 Prozent der Anteile des Gründers und Firmenchefs sowie von institutionellen Investoren gesichert, sagte Semperit-Chef Thomas Fahnemann am Montag in Wien.

Den übrigen Aktionären bietet Semperit umgerechnet 58 Cent je Aktie - ein Aufschlag von 28,5 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag - sowie 45 Cent je Optionsschein. Mit dem Zukauf steigt Semperit von der Nummer vier zur Nummer zwei der weltgrößten Hersteller von Medizinhandschuhen nach dem Marktführer Top Glove auf.

Mit der Übernahme stärkt Semperit vor allem das Geschäft mit großen Medizinfirmen in den USA, die zu den traditionellen Kunden von Latexx gehören. Zudem wächst der Umsatzanteil am asiatischen Markt leicht auf 15 Prozent. Die Region verspricht wegen der immer besser werdenden Hygiene-Standards große Wachstumsraten. "Wir gehen davon aus, dass der weltweite Markt für Handschuhe um sechs Prozent wächst", sagte Fahnemann.

Zudem sichert sich Semperit damit erweiterbare Produktionsstandorte in Malaysia - wo über 50 Prozent des Weltbedarfs erzeugt werden.

Semperit will die Übernahme noch im vierten Quartal des laufenden Jahres abschließen. "Wir erwarten keine größeren Hürden bei dem Angebot", sagte Finanzchef Johannes Schmidt-Schultes. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir mit der Prämie, die wir auf den Schlusskurs gelegt haben, ein Angebot gemacht haben, dass sehr vielen Aktionären zusagen wird."

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