Zukunft des Mitsubishi-Anteils von Daimler-Chrysler
Gentz: "Noch keine Entscheidung getroffen"

Der Stuttgarter Autobauer Daimler-Chrysler hat nach Angaben von Finanzvorstand Manfred Gentz noch keine endgültige Entscheidung über einen möglichen Verkauf seines Anteils an dem japanischen Partner Mitsubishi Motors getroffen. Derzeit werde kein Käufer gesucht, betonte Gentz in einer Telefonkonferenz.

HB STUTTGART. Ein Daimler-Chrysler-Sprecher hatte am Donnerstagabend gesagt, die Entscheidung, die Kapitalerhöhung von MMC nicht zu unterstützen, bedeute die Trennung von dem japanischen Partner. Gentz betonte, die Großaktionäre Kuwait (sieben Prozent) und Deutsche Bank (rund zwölf) hätten keinen Druck auf die Entscheidung über Mitsubishi ausgeübt. Gentz antwortete ausweichend auf die Frage nach persönlichen Konsequenzen im Daimler-Chrysler-Vorstand aus der Entscheidung: „Das ist allein Sache des Aufsichtsrats“, sagte er.

Der japanische Autohersteller Mitsubishi Motors kann nach Ansicht von Gentz aber auch ohne Unterstützung aus Stuttgart überleben. „Wir sind dankbar, dass die anderen Aktionäre Mitsubishi Motors unterstützen“, sagte Gentz. Damit bestehe keine Gefahr, dass Mitsubishi Motors in eine Liquiditätskrise gerate. Die Entscheidung über die Zukunft des Mitsubishi-Anteils von Daimler-Chrysler und dessen mögliche Verwässerung hänge von den Entscheidungen der anderen Aktionäre ab. Daimler-Chrysler wolle mit Mitsubishi Motors auf Basis einzelner Projekte weiterarbeiten und die bestehenden Projekte fortführen, sagte Gentz.

Daimler-Chrysler sieht derzeit keine Notwendigkeit, eine Abschreibung auf ihren 37-prozentigen Anteil an Mitsubishi Motors vorzunehmen. Einer solcher Schritt stehe derzeit nicht an. „Wir müssen den Anteil nicht für immer behalten“, sagte Gentz jedoch. Ob und in welcher Höhe eine Abschreibungen vorgenommen werden müsse, sei „in hohem Maße“ abhängig von der weiteren Kursentwicklung der MMC-Aktie, sagte der Finanzvorstand weiter. Möglicherweise werde die Beteiligung in der eigenen Bilanz künftig als „zu verkaufen“ (available for sale) eingestuft. Die Beteiligung steht mit rund 950 Mill. Euro in den Büchern von Daimler-Chrysler.

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