Zukunft des unterlegenen Werks gilt als ungewiss
Schweden bringen Opel in Zugzwang

Die Offerte aus Schweden im Standortwettbewerb zwischen Opel und Saab bringt das Werk Rüsselsheim in die Klemme. Mit einem milliardenschweren Hilfspaket der Regierung sowie Mehrarbeit der Saab-Mitarbeiter wollen die Schweden das Stammwerk von Opel im Tauziehen um die künftige Mittelklasse des Mutterkonzerns General Motors (GM) ausstechen.

hz/hst FRANKFURT/STOCKHOLM. Zu dem Maßnahmenpaket, das Investitionen von rund 1,1 Mrd. Euro vorsieht, zählen neben Infrastrukturmaßnahmen wie bessere Straßen- und Eisenbahnverbindungen auch mehr Gelder für Forschung und Entwicklung. Die meisten Investitionen waren allerdings schon vor Bekanntwerden der GM-Pläne beschlossen worden. Die GM-Europazentrale nahm den Vorstoß der Schweden positiv auf: Das Unternehmen begrüße jede Maßnahme, die die Region wettbewerbsfähiger mache, hieß es.

Das Rennen um den künftigen Standort der Mittelklassen-Fertigung geht damit in die heiße Phase. Erst am Montag hatten die Verantwortlichen von Opel und Saab ihre Bewerbungen für die Produktion abgegeben. GM will ab 2008 die Mittelklassewagen Opel Vectra und Saab 9.3 in einem Werk zusammenlegen. Die Entscheidung soll bis spätestens Anfang 2005 fallen.

Um den Zuschlag für das neue Mittelklassemodell zu bekommen, sind die Saab-Mitarbeiter zu einer Aufstockung der Produktion auf einen Dreischicht-Betrieb bereit. Die Gewerkschaften stimmten zudem einer Arbeitszeiterhöhung zu und willigten ein, dass bis zu zehn Prozent der 5 600 Mitarbeiter über Kurzzeitverträge angestellt werden können.

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