Zukunft Thomas Cooks
Arcandor lässt Gläubigertreffen ausfallen

Der insolvente Handelskonzern Arcandor will nun doch nicht am Montag mit seinen Gläubigern über die Zukunft seiner Reisetochter Thomas Cook beraten. Mit der Absage des für 10. August angesetzten Treffens reagiert der Konzern nach eigenen Angaben auf eine Aktion der Bayerischen Landesbank.

HB ESSEN. Die BayernLB habe "die als Sicherheit für die Schuldverschreibungen hinterlegten rund acht Prozent der Thomas Cook Aktien auf sich umschreiben lassen". Damit entstehe eine Situation, die das geplante Treffen mit den Anleihegläubigern "zum jetzigen Zeitpunkt" nicht als sinnvoll erscheinen lasse. Die BayernLB fungiert als sogenannter Security Agent der Gläubiger.

Arcandor hielt zuletzt 52,8 Prozent an dem Reiseveranstalter Thomas Cook (Neckermann Reisen), der an der Londoner Börse notiert ist. Wegen der akuten Finanznot hatte der Konzern die Aktien größtenteils an mehrere Banken und teilweise an die Gläubiger einer Anleihe verpfändet. Nach der Insolvenz der Arcandor-Gesellschaften, darunter Karstadt und Quelle, steht nun der Verkauf der gesamten Thomas-Cook-Beteiligung zur Debatte.

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