Zukunft von Condomi ungewiss nach gescheiterter Übernahme durch Beate Uhse
Polnische Unimil greift Condomi unter die Arme

Die polnische Unimil S.A. erwägt die Übernahme von Schulden von Condomi und deren Aktien, um den Fortbestand der Gruppe zu sichern. Das teilte der finanziell angeschlagene Kondomherstellers am Mittwoch mit.

HB DÜSSELDORF. Aus dem Prospekt der polnischen Tochter für die Ausgabe neuer Aktien gehe hervor, dass Unimil mit dem Erlös einer Emmission Banken-Verbindlichkeiten von 37 Millionen Euro übernehmen wolle, erklärte Condomi am Mittwoch in einer Pflichtmitteilung. Zudem wolle Unimil das Recht erwerben, die Anteile der Condomi-Großaktionäre Oliver Gothe und Volker de l'Homme übernehmen zu können. Beide halten zusammen 39,9 Prozent der Condomi-Aktien. Unimil befinde sich derzeit mit Banken, Großaktionären und der Condomi AG in Verhandlungen. Diese seien fortgeschritten, könnten aber noch scheitern, teilte Condomi mit. Eine Sprecherin wollte keine weiteren Angaben machen.

Die Zukunft von Condomi ist ungewiss, nachdem eine Übernahme durch Europas größten Erotikkonzern Beate Uhse gescheitert war. Vorstandschef Jens Waldhof hatte den Schuldenstand Condomis im Juni mit 37 Millionen Euro beziffert. Im Geschäftsjahr 2002/03 (zum 30. Juni) hatte Condomi bei einem Umsatz von 26,4 Millionen Euro einen Verlust von knapp 21 Millionen Euro verbucht. Das Unternehmen beschäftigt in Deutschland und in Polen insgesamt etwa 450 Mitarbeiter.

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