
FRANKFURT. Die alternde Gesellschaft garantiert einen zunehmenden Bedarf, der technische Fortschritt schafft zusätzliche Nachfrage und immer mehr Menschen sind bereit, für ihre Gesundheit tiefer in die Tasche zu greifen.
Gestern kaufte der Finanzinvestor Auctus drei Reha-Kliniken aus dem Portfolio eines Wettbewerbers, um sie mit der im Mai erworbenen Rehasparte der Marseille-Kliniken zusammenzuführen. Vergangene Woche erwarb die Private-Equity-Gesellschaft IK Investment Partners das auf die ambulante Versorgung von Patienten spezialisierte Unternehmen GHD Gesundheits GmbH. „Der Gesundheitsmarkt ist sehr heterogen und in vielen Bereichen nicht sehr strukturiert. Hier gibt es noch viele Möglichkeiten, Synergien zu heben“, sagt GHD-Geschäftsführer Andreas Rudolph. Er will mit den neuen Eigentümern die nächste Wachstumsstufe für die Firma realisieren.
Nach der internationalen Statistik der Marktforschungsfirma Preqin rangiert der Gesundheitsbereich weltweit mittlerweile auf dem vierten Rang bei den Deals in der Private-Equity-Szene. Nur in der Industrie, im Handel und bei Finanzdienstleistungen griffen die Finanzinvestoren zuletzt häufiger zu. Nachdem sich die Branche langsam von den Folgen der Finanzkrise und Kreditklemme erholt hat, sind auch große Deals wieder möglich.
Nach der Finanzkrise sind auch große Deals wieder möglich
Im Juli etwa erwarb der Finanzinvestor Carlyle den Vitaminpillenhersteller NBTY. Der Wert des Geschäfts wird auf 3,8 Mrd. Dollar beziffert. In Europa ging im ersten Quartal der Pflegeanbieter Care UK mit einem Wert von 465 Mio. Euro an die Private-Equity-Gesellschaft Bridgepoint Capital.
Vergangenes Jahr hatte bereits die europäische Beteiligungsfirma BC Partners 40 Prozent des Augsburger Labor-Dienstleisters Synlab erworben sowie dessen Wiener Rivalen FutureLab komplett übernommen. Beide Firmen sollen zusammengelegt werden, allein der Future-Lab-Deal wird laut Schätzungen des Private-Equity-Barometers von Candover auf 500 Mio. Euro taxiert.
Nach Einschätzung von Candover ist der Gesundheitsbereich einer der wenigen, der auch in den nächsten Jahren noch attraktive Möglichkeiten bietet. Der Grund: Die Gesundheitsversorgung werde nicht so stark wie andere Bereiche von den Einsparungen der jeweiligen Regierungen betroffen sein. Peter Hammermann, Managing Director von Barclays Private Equity, sieht aber auch Einschränkungen: „Die Gesundheitsbranche hat natürlich ihre Wachstumspotenziale. Aber sie hat auch das Grundproblem, dass die Märkte zum Teil sehr stark reguliert sind. Das macht ein Engagement oft nicht ganz einfach.“ Barclays Private Equity, das in den vergangenen drei Jahren bei der GHD Gesundheits GmbH engagiert war, schaut sich aktuell wieder im Markt um. Letztlich sei die Beurteilung von Objekten auch im Gesundheitsmarkt immer eine Einzelentscheidung, sagt Hammermann: „Da spielen viele spezifische Fragen wie die Zusammenarbeit mit dem Management eine wichtige Rolle.“
Im Falle GHD Gesundheits GmbH, die IK Investment Partners gerade von Barclays gekauft hat, haben Gründer Rudolph und der neue Investor jedenfalls gemeinsame Expansionsziele: Das Unternehmen, das in diesem Jahr etwa 300 Mio. Euro Umsatz erzielen wird, soll durch gezielte Zukäufe weiter entwickelt werden: „Wir gehen davon aus, dass das Wachstum im ambulanten Bereich in den nächsten Jahren höher sein wird als im Gesundheitsmarkt insgesamt“, sagt Detlef Dinsel, Managing Partner bei IK. Geplant ist neben dem regionalen Ausbau des Angebots – GHD arbeitet bislang vor allem in Norddeutschland – auch eine Verbreiterung der Services.
und genau so etwas kostet Geld, nicht der Patient kostet, der kommt bei diesen Unternehmen nämlich nur noch als Geldgeber durch seine Kasse vor, sonst aber kaum.
Wo Altenheime schon als AG's firmieren brauchen wir uns über schlechte betreuung nicht wundern. Denn hir zählt nicht der Patient, sondern die Dividende, der Gewinn.
im übrigen wäre es Aufgabe der Kassen und der Politk an viele Dinge einmal wirklich ernsthaft ran zu gehen. Es gibt zu viel Unsinn in diesem bereich Prävention oder sonstige Vorsrge die dem Pat. kaum was bringen, aber solchen Gesundheitsfirmen viel.
Hier wird Geld verschleudert ohne Ende.
im übrigen müssen auch die Menschen mal wieder mobilisiert werden, man kann viel für seien Gesundheit tun, man muß nicht immer alles auf Solidarkosten bekommen.
Diese Private Equity Unternehmen die rot-grün zugelassen hat, müßten per Verbot vom Gesundheitswesen ferngehalten werden.
Aber wir sehen ja auch jetzt die Verfilzung Röslers mit der Pharmaindustrie. Jetzt wird ja, das sit offenbar ganz neu lt. Spiegel, sogar der gemeinsame bundesverband der gestzl. Kassn ausgehbelt zu Ungunsten der Kassen also der Versicherten und zu Gusnten der Pharmaindustrie So lange das so ist, wird sich nichts ändern.
Es wird Zeit, dass unsere Krankenkassen mal mit den beitragszahlern zusammen auf die Straße gehen und die Krankenkassen wieder autarker werden, denn ich bin Versichert bei meiner Kasse und nicht bei Herrn Rösler.
Ein wirksames Mittel wäre, wenn wir beitragszahlr uns weigern würden die beiträe weiterhin abführen zu lassen, sondern durch Anwaltsbeschlußß diese auf ein Sperrkonto gehen, bis das Syastem wieder ein System der beiträgszahlr ist und nicht der Politk.
ich erhalte keine Transferleistungen vom Staat, sondern ich bin zahlender Versicherter, es ist eine Frechheit der Politik hier ständig von Transferleistungen zu reden.
Dann kann ich meine 400 € beitrag im Monat auch woanders hin tun, wenn es doch ohnehin nur Transferleistungen sind
Das deutsche Gesundheitswesen wird Stück für Stück von Konzernen und Finanzinvestoren übernommen. Die bisherige ambulante Versorgung geht genauso wie die Krankenhäuser in die anonymen Hände des Kapitals. Der boden hierfür wird z.b. durch ruinöse Konditionen für die niedergelassenen Fachärzte bereitet. Als Frauenarzt in bayern erhalte ich eine Quartalspauschale pro Patientin von 16 EUR. Für diese 16 EUR behandle ich eine Frau qualitäts- und leitlinienkonform und mit moderner Technik drei Monate lang. Egal ob sie einmal kommt (z.b. Pille) oder 5x (brustkrebs etc.) ich bekomme im Quartal insgesamt 16 EUR. Dass dies kein realistisches Honorar ist, ist jedem klar. Die ambulante Medizin wird so platt gemacht, dann kommen die Heuschrecken, übernehmen das System und dann explodieren die Preise - und wer gesund werden will der zahlt. Wer nicht zahlen kann - Viel Glück. So läufts in USA und bald bei uns.
Nicht die alternde Gesellschaft sorgt für steigende Gesundheitsausgaben, sondern ein Filz aus Pharmakartell und Politik die Gesundheit zur Ware und damit das Leben zum Handelsgut machen.
Mit dabei eine sogenannte christlich demokratische Partei. Von der FDP ist nichts besseres zu erwarten, aber die schwarze Partei sollte zumindest ihren Namen ändern und das C rausnehmen. Wirkt dann nicht ganz so verlogen.
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