Zukunftstrend
BASF setzt auf Batterien für Elektro-Autos

Elektromobilität ist der Zukunftstrend im Automobil-Markt. Der Chemieriese BASF will davon profitieren. Das Unternehmen aus Ludwigshafen wird künftig ganze Batteriekomponenten für Elektromotoren liefern.
  • 0

MünchenBASF will sich ein größeres Stück vom wachsenden Markt mit Batterien für Elektroautos abschneiden. Der weltgrößte Chemiekonzern kündigte am Montag den Einstieg in das Geschäft mit Elektrolyten für Lithium-Ionen-Batterien an. Ein Team solle die Entwicklung im Konzern weltweit vorantreiben und dafür sorgen, dass BASF künftig ganze Batteriekomponenten an Batteriehersteller oder Gemeinschaftsunternehmen aus Zulieferern und Autokonzernen verkaufen könne, erklärte ein Konzernsprecher. Bisher arbeitet das Unternehmen aus Ludwigshafen lediglich an Formulierungen von Elektrolyten auf Basis von Carbonaten und baut eine Anlage für Kathodenmaterialien in Elyria im US-Bundesstaat Ohio.

Die Arbeit mit Elektrolyten, die in den Batterien den Ladungstransport übernehmen, ist eine wichtige Voraussetzung, um die Leistungsfähigkeit von Batterien zu erhöhen. Die vergleichsweise niedrige Leistung ist derzeit neben dem hohen Preis und dem Gewicht der Hauptgrund dafür, warum Elektroautos auf den Straßen in Deutschland bisher kaum eine Rolle spielen.

Allerdings arbeiten alle großen Autokonzerne derzeit an der Entwicklung von serienreifen Elektroautos und gehen Bündnisse mit Zulieferern ein. Daimler arbeitet unter anderem mit dem Mischkonzern Evonik und dem Zulieferer Bosch zusammen, Konkurrent BMW hat sich mit dem französischen Autobauer Peugeot zusammengetan. Auch bei BASF zählt die Entwicklung neuer Batterien zu den wichtigsten Forschungsthemen. Einen dreistelligen Millionenbetrag will BASF in den kommenden fünf Jahren in dieses Gebiet investieren.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Zukunftstrend: BASF setzt auf Batterien für Elektro-Autos"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%