Zulassung kommt nicht unerwartet
Neue Konkurrenz für Schering

Jetzt wird es ernst für den Pharmakonzern Schering: Sein umsatzstärkstes Produkt „Betaferon“ bekommt auf dem wichtigen US-Markt Konkurrenz.

ant FRANKFURT. Wie die Biotechnologiefirmen Biogen Idec und Elan mitteilten, genehmigte die US-Zulassungsbehörde FDA gestern ihren Wirkstoff Natalizumab für die Behandlung von Multipler Sklerose (MS). Das bislang unter dem Namen „Antegren“ bekannte Mittel werde künftig unter dem Namen „Tysabri“ vermarktet.

Die Neuentwicklung gehört einer neuen Wirkstoffklasse an. Bislang wird die in Schüben verlaufende Erkrankung des zentralen Nervensystems mit Interferonen behandelt, die außer Schering auch der Schweizer Biotech-Konzern Serono und der israelische Pharmaproduzent Teva Pharmaceuticals herstellt.

Die Zulassung kommt nicht unerwartet. Im Mai hatte die FDA den Wirkstoff für das beschleunigte Zulassungsverfahren ausgewählt, das eine sechsmonatige Bearbeitungsfrist verlangt. Der im Biotech-Labor entwickelte Wirkstoff hatte in mehreren klinischen Studien bessere Resultate gezeigt als die etablierten Produkte.

Die Wettbewerber Schering und Serono gaben sich gleichwohl gelassen. „Durch die Neuzulassung werden wir prozentual wohl Marktanteile verlieren, aber der gesamte Markt wird wachsen“, sagte Schering-Chef Hubertus Erlen. Viele MS-Patienten würden derzeit zwischen den Krankheitsschüben noch nicht medikamentös behandelt. Serono-Chef Ernesto Bertarelli zeigte sich im Bloomberg-Interview zuversichtlich, die Marktanteile seines MS-Medikaments „Rebif“ zu halten.

Quelle: Handelsblatt

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