Zulassung von Sorafenib möglicherweise schon in einem Jahr
USA schicken Bayer-Krebsmittel auf die Überholspur

Das vom Chemie- und Pharmakonzerns Bayer und seinem US-Partner Onyx entwickelte Krebsmittel Sorafenib ist von der US-Gesundheitsbehörde FDA in das so genannte Pilot 1-Programm aufgenommen worden und könnte damit womöglich früher als geplant in den USA auf den Markt kommen.

HB FRANKFURT. Bayer hoffe, das Medikament Ärzten und Patienten in den USA im ersten Halbjahr 2006 zur Verfügung stellen zu können, teilte Bayer HealthCare am Mittwoch mit. Dies sei abhängig von der Fertigstellung des US-Zulassungsantrages sowie einer positiven Bewertung durch die FDA. Das Pilot 1-Programm soll die Bearbeitung eines so genannten kontinuierlichen Zulassungsantrags in den USA beschleunigen.

"Der Pilot 1-Status erleichtert den Zulassungsantrag in den USA, den wir zurzeit für die Indikation Nierenkrebs vorbereiten", sagte Wolfgang Plischke, Leiter des Bereichs Pharma der Bayer Bayer-Tochter HealthCare.

Sorafenib ist einer der größten Hoffnungsträger der Pharmasparte des Bayer-Konzerns. Analysten trauen dem Krebsmedikament jährliche Spitzenumsätze von bis zu 500 Millionen Euro zu. Das Mittel soll durch die Hemmung des Enzyms Raf-Kinase das Wachstum der Tumorzellen unterbinden und gleichzeitig in die Gefäßneubildung eingreifen, so dass die Blutversorgung des Tumors gestoppt wird.

Analysten hatten bereits im März auf eine schnellere Zulassung des Mittels spekuliert, nachdem Bayer und Onyx ein positives Studienergebnis in einer Phase-III-Studie bei Sorafenib erzielt hatten. Analysten zufolge hatte Bayer eine Markteinführung im zweiten Halbjahr 2006 angestrebt.

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