Zulassungsantrag für "BAY 43-9006" geplant
Bayer meldet Studienerfolg mit Krebsmittel

Der Leverkusener Bayer-Konzern und sein US-Partner Onyx haben positive Daten aus einer klinischen Studie bei der Behandlung von Nierenkrebs mit dem in der Entwicklung stehenden Krebsmittel "BAY 43-9006" vorgestellt.

HB FRANKFURT. In einer Phase-III-Studie hätten mit dem Medikament behandelte Patienten deutlich länger ohne Fortschreiten der Krankheit überlebt als Patienten, die stattdessen nur ein Scheinmedikament (Placebo) erhielten, teilten Bayer und Onyx am Montag mit. Auf Grund dieser Studienresultate werde nun geplant, einen Zulassungsantrag mit eventuell beschleunigter Genehmigung für das Medikament in den USA vorzubereiten.

Der Krebsmittel-Kandidat ist einer der größten Hoffnungsträger der Bayer-Pharmasparte und soll 2006 auf den Markt kommen. BAY 43-9006 soll durch die Hemmung des Enzyms Raf-Kinase das Wachstum der Tumorzellen unterbinden und gleichzeitig in die Gefäßneubildung eingreifen, so dass die Blutversorgung des Tumors gestoppt. Analysten trauen dem Krebsmittel jährliche Spitzenumsätze von 400 bis 500 Mill. ? zu. Das Medikament wird derzeit auch zur Behandlung von Leberkrebs in einer Phase-III-Studie getestet.

Bei der Überlebenszeit ohne Fortschreiten der Krankheit habe die Phase-III-Studie bei Nierenkrebs ein Studienziel erreicht, teilten die Unternehmen weiter mit. Die Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit der Studie zum Einsatz des Mittels bei dieser Krebsart seien in den USA von dem unabhängigen Gremium Data Monitoring Committee (DMC) überprüft worden. Die Studie soll aber zur Bestimmung der Überlebenszeit fortgesetzt werden. Weitere Daten wollen die Unternehmen auf dem Krebsforscher-Kongress ASCO im Mai vorstellen. Der Kongress der American Society of Clinical Oncology gilt als der wichtigste Medizin-Kongress zu neuen Entwicklungen in der Krebsforschung.

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