Zulassungsantrag zurückgezogen
Vorerst keine Sanofi-Schlankmacher in den USA

Der französische Pharmariese Sanofi-Aventis gibt die Bemühungen vorerst auf, seine Schlankmacherpille Acomplia in den USA verkaufen zu dürfen. Der Konzern zog am Freitag seinen Zulassungsantrag für den weltweit umsatzstärksten Medikamentenmarkt zurück. Sanofi-Aventis schloss aber einen erneuten Anlauf zu einem späteren Zeitpunkt nicht aus.

HB LONDON. Für einen weiteren Anlauf werde Sanofi-Aventis eng mit der US-Arzneimittelbehörde FDA zusammenarbeiten, hieß es. Vor zwei Wochen erst hatte Sanofi-Aventis einen herben Rückschlag im Zulassungsprozess für Acomplia in den USA erlitten: Ein Beraterausschuss empfahl der FDA einstimmig, das auch als Rimonabant oder Zimulti bekannte Medikament zur Gewichtsreduktion nicht zuzulassen. Als Grund nannten die Experten Befürchtungen, das Mittel könne Selbstmordgedanken und Depressionen bewirken.

In Europa ist das Mittel hingegen seit dem vergangenen Jahr auf dem Markt. Doch auch hier scheint es Probleme beim Erhalt der Zulassung zu geben. So brauchen die EU-Behörden für die Überprüfung von Sicherheitsangaben länger als geplant. Über das Mittel werde nun erst im nächsten Monat entschieden, teilte eine Sprecherin der Europäischen Medikamentenbehörde (Emea) am Freitag mit. Ursprünglich sollte die Entscheidung noch in diesem Monat fallen. Sanofi-Aventis teilte daraufhin mit, man werde der europäischen Prüfbehörde noch einmal weitere Sicherheitsinformationen zu Acomplia zukommen lassen.

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