Zulieferer
Deutz kann wieder mehr Motoren verkaufen

Deutz verzeichnet eine steigende Nachfrage nach Motoren. Die Absatzziele hat das Unternehmen deshalb angehoben. Im vergangenen Jahr war der Umsatz krisenbedingt noch um 42 Prozent eingebrochen.
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HB DÜSSELDORF. Deutz-Motoren finden wieder regen Absatz. Nach einem deutlichen Umsatzanstieg im dritten Quartal hob Deutz-Chef Helmut Leube deshalb am Mittwoch die Ziele für 2010 an. „Aufgrund der äußerst erfreulichen Geschäftsentwicklung gehen wir nun davon aus, dass wir in diesem Jahr mehr als 165.000 Motoren verkaufen werden“, sagte er am Mittwoch. Bisher war nur ein Absatz von rund 150.000 Motoren in Aussicht gestellt worden. An der Börse konnte Deutz mit seinem Zahlenwerk allerdings nicht überzeugen. Die Aktien fielen zum Handelsauftakt um rund drei Prozent.

Auch für Umsatz und Ergebnis hob Deutz seine Jahresprognose leicht an. Demnach soll der Umsatz nahezu 1,2 Milliarden Euro erreichen und der operative Gewinn (Ebit) vor Einmaleffekten mehr als 30 Millionen Euro. Bisher hatte der Kölner Motorenhersteller Erlöse von rund 1,1 Milliarden Euro und ein Ebit im niedrigen zweistelligen Millionenbereich angepeilt.

Im vergangenen Jahr war der Motorenabsatz im Zuge der Wirtschaftskrise um mehr als die Hälfte auf 118.000 Stück und der Umsatz um 42 Prozent auf 863 Millionen Euro eingebrochen. Auch im kommenden Jahr erwartet der Vorstand Zuwächse. Neben steigenden Auftragseingängen erwartet Leube einen Motorenabsatz von über 200.000, einen Umsatz von 1,4 Milliarden Euro und ein Ebit im „hohen zweistelligen Millionen-Bereich“.

Im dritten Quartal 2010 stieg der Umsatz um knapp 100 Millionen auf 285,9 (193,4) Millionen Euro. Das Ebit vor Einmaleffekten erreichte 12,1 Millionen Euro nach einem Minus von 17,3 Millionen Euro vor Jahresfrist. Nach Steuern halbierte sich der Verlust auf 13,1 Millionen Euro. Die Bestellungen stiegen um rund 120 Millionen auf 327,3 Millionen Euro. Leube betonte, mit dem Auftragsbestand, der sich per Ende September mit 309,6 Millionen Euro mehr als verdoppelte, sei Deutz schon bis zum Jahresende gut ausgelastet.

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