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Zulieferer: Erholung der Autobranche hilft Leoni

Die Erholung der Autobranche schlägt sich beim fränkischen Zulieferer Leoni nieder: Der Kabel- und Bordnetzespezialist hat im zweiten Quartal besser abgeschnitten als erwartet. Als Konsequenz erhöhte der Konzern seine Ziele deutlich.

Spezialkabel beim Zulieferer Leoni. Quelle: dpa
Spezialkabel beim Zulieferer Leoni. Quelle: dpa

HB MÜNCHEN. Der Kabel- und Bordnetzespezialist Leoni hat nach einem weiteren überraschend guten Quartal seine Ziele deutlich erhöht. Im Gesamtjahr will der Nürnberger Konzern nach Angaben von Freitag einen Umsatz zwischen 2,6 und 2,7 Mrd. Euro erzielen, was einem Plus von 20 bis 25 Prozent entspricht. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll sich auf rund 100 Mio. Euro belaufen.

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Bisher war Leoni von einem Umsatzplus von etwa zehn Prozent auf 2,4 Milliarden Euro und einem Ebit von mindestens 50 Mio. Euro ausgegangen. Zudem will der Konzern nach dem Krisenjahr 2009, dem schlechtesten der Firmengeschichte, wieder einen Nettogewinn erzielen. Wie hoch dieser ausfallen soll, blieb weiter offen.

Leoni hatte bereits im Startquartal mit einem hohen Gewinn überrascht und für das abgelaufene zweite Quartal weitere Verbesserungen in Aussicht gestellt. Dem Konzern kommt vor allem die Erholung in der Autoindustrie zugute, mit der die Franken den Großteil ihres Geschäfts machen.

Auch Branchen wie die Hausgeräteindustrie oder die Schienenverkehrstechnik hätten sich zuletzt gut entwickelt, hieß es. Von April bis Juni kletterte der Umsatz laut vorläufigen Zahlen um 41 Prozent auf rund 748 Mio. Euro. Das Ebit belief sich auf etwa 34 Mio.; vor Jahresfrist stand noch ein Verlust von 31 Mio. zu Buche.

Summiert aufs erste Halbjahr ergeben sich demnach Erlöse von circa 1,4 Mrd. Euro und ein operativer Gewinn von rund 57 Mio. Auch für das zweite Halbjahr sei mit einem deutlich besseren Geschäftsverlauf zu rechnen, als ursprünglich erwartet. Details zum Quartal will Leoni am 10. August nennen.

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