Zulieferer
Karmann vor Einigung mit Mercedes

Es wäre für den insolventen Autozulieferer Karmann ein großer Schritt. Das Unternehmen soll sich mit Mercedes über noch ausstehende Forderungen geeinigt haben.
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HB HANNOVER. Der insolvente Autozulieferer Karmann hat nach Angaben von Arbeitnehmern einen Streit mit Mercedes über offene Forderungen beigelegt. "Es gibt eine Einigung zwischen der Insolvenzverwaltung und Mercedes", sagte der Osnabrücker IG-Metall-Chef Hartmut Riemann am Donnerstag. "Mercedes hat eine erste Tranche überwiesen und die Karmann-Beschäftigten haben die Produktion von SLK-Karossen wieder aufgenommen." Mercedes erklärte dazu: "Wir führen weiterhin Gespräche." Ein Sprecher von Insolvenzverwalter Ottmar Hermann wollte keine Stellung nehmen.

Hermann hatte im Oktober gewarnt, Karmann stehe kurz vor der Schließung, sollten Kunden wie Mercedes und BMW nicht schnell zahlen. Aus Sicht von Mercedes waren die Rechnungen von Karmann allerdings überhöht und die Frage offen, wie sich der Konzern gegen mögliche Regressansprüche schützen kann. Mit BMW hatte sich Karmann vor wenigen Tagen bereits geeinigt.

Karmann hofft zudem auf einen Einstieg von Volkswagen. Der Wolfsburger Autobauer will auf einer Aufsichtsratssitzung am Freitag über sein künftiges Engagement bei Karmann entscheiden.

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