Zulieferer
SaarGummi stellt Insolvenzantrag

Der Autozulieferer SaarGummi Deutschland GmbH ist insolvent. Damit ist das Management mit der Sanierung gescheitert. Wie es mit dem Dichtungsproduzenten weitergeht, ist noch offen. Priorität hat die reibungslose Belieferung der Kunden.
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HB WADERN-BÜSCHFELD. Das Amtsgericht Saarbrücken habe das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Der Schritt sei notwendig geworden, nachdem die „intensiven Bemühungen des Unternehmens um die eigene Sanierung nicht zum Erfolg geführt“ hätten.

Die SaarGummi Gruppe mit Hauptsitz in Luxemburg erzielte 2009 mit weltweit rund 3 300 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 300 Millionen Euro. Die SaarGummi Deutschland GmbH in Wadern-Büschfeld hat rund 850 Mitarbeiter. Die anderen Unternehmen der Gruppe seien von der finanziellen Schieflage nicht betroffen, hieß es. Das Unternehmen produziert Dichtungen vor allem für Autos.

Die vorläufigen Insolvenzverwalter hätten in Kooperation mit der Geschäftsleitung sowie einem Vertreter der großen Automobilkunden (OEM) bereits über Sofortmaßnahmen für eine Fortführung des Geschäftsbetriebs entschieden, teilte das Unternehmen mit. Priorität habe „eine möglichst reibungslose Belieferung der Kunden aus der Automobilindustrie“, sagte Insolvenzverwalter Udo Gröner.

Kommentare zu " Zulieferer: SaarGummi stellt Insolvenzantrag"

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  • Gerade einmal 850 Mitarbeiter aber sage und schreibe 10 Geschäftsführer! Wer so glauben sie hat sich dabei das meiste Geld in die Taschen gesteckt? Mitarbeitern wurde gekündigt und Leiharbeiter eingestellt! Lohnende Teilbereiche ins Ausland verlegt, nur um sich noch mehr Kohle in die Taschen zu stecken. Nun stellt sich die Geschäftsleitung hin als könne sie kein Wässerchen trüben und sagt, wir haben alles versucht, die frage ist doch nur was? Denn nach dem es vom Land und von den banken kein Geld mehr gab, gab es für diese Herren auch nichts mehr zu verteilen, und die belegschaft ist diesen Herren eh uninteressant! Was muss denn noch passieren bis das Fußvolk es endlich begreift und diesen Herren Managern einmal in ihren Arsch tritt!!!!!! Sie alle können es nachlesen in „Perversionen der Macht“ jedoch war der Mensch und die Presse bisher zu Arrogant um es zu lesen, denn ein jeder ist zu bequem und zu Faul und ein jeder ist der Meinung das es ihn niemals treffen wird. Und nun, es wird nur noch Arm und Reich geben und so steht es geschrieben.

  • Ach ja, ich vergaß. Zu dieser Erkenntnis bedarf es wahrscheinlich eines berater-Teams von McKinsey oder Roland berger. Die müssen ja auch erst ihre Millionen verdienen, für nichts! Der Fall "Märklin" läßt grüßen!

  • Wie kann man mit 300 Mio. € Umsatz und 3.300 Mitarbeitern überleben wollen?! Der Umsatz reicht mal gerade für 1.500 bis 1.700 Mitarbeiter. Hat das Management geschlafen?!

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