Zulieferer
SAF-Holland in USA und Europa erfolgreich

In Amerika und Europa herrscht Aufholbedarf, heißt es bei SAF-Holland. Die Kunden würden wieder stärker investieren. Nach einer erfolgreichen Bilanz 2011 bleibt der Nutzfahrzeug-Zulieferer zuversichtlich.
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MünchenDer Nutzfahrzeug-Zulieferer SAF-Holland hat 2011 überraschend stark zugelegt. Der Umsatz kletterte auf 831 Millionen Euro, wie der Konzern mit Sitz im fränkischen Bessenbach am Donnerstag berichtete. Damit betrug der Zuwachs 32 Prozent - angekündigt hatte der Konzern ein Plus von bis zu 25 Prozent. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte sogar um 61 Prozent auf 50,6 Millionen Euro zu.

Das vierte Quartal sei besser gelaufen als erwartet, erläuterte Vorstandschef Detlef Borghardt. „Der nordamerikanische Truck- und Trailer-Markt boomt, und wir können voll partizipieren.“ Weil auch in Europa die Geschäfte gut laufen, rechnete er 2012 und 2013 mit weiteren Zuwächsen.

In Nordamerika gebe es noch immer große Nachholeffekte, denn in den Krisenjahren zwischen 2007 und 2010 sei sehr wenig investiert worden, führte Borghardt aus. „Das ist einer der großen Treiber.“ Auch 2012 und 2013 werde es so weiter gehen. „Die amerikanische Wirtschaft läuft stabil, und der Transportbedarf ist groß.“ SAF-Holland habe bei Sattelkupplungen beispielsweise einen Marktanteil von über 50 Prozent, bei Sattelstützen von rund 65 Prozent.

In der europäischen Lkw-Branche habe die Krisenangst etwas nachgelassen, sagte der Konzernchef und wies darauf hin, dass der Umsatzanteil des Truck-Geschäfts in Europa bei SAF-Holland ohnehin klein sei. Anhänger und Auflieger machten den weitaus größeren Teil aus. Ebenso wie in den USA herrsche auch in Europa noch Nachholbedarf. Wann hier wieder das Niveau von vor der Krise erreicht werden könnte, wollte Borghardt nicht vorhersagen. Die Kunden lasteten ihre Produktion noch nicht voll aus. „Aber wir sind vorbereitet, sollte es schnell nach oben gehen.“ Die Notfallpläne für einen erneuten Einbruch hat SAF-Holland aber ebenfalls in der Schublade.

Der Vorstandsvorsitzende sagte weiter, die ersten Wochen des Jahres 2012 seien besser als erwartet verlaufen - SAF-Holland hatte eigentlich mit einem zweistelligen Minus geplant. Details wollte Borghardt nicht nennen. Eine konkrete Prognose möchte er erst im April abgeben. Grundsätzlich sei er aber zuversichtlich.

Große Wachstumschancen für die Zukunft sieht der SAF-Holland-Chef in den BRIC-Staaten und weiteren aufstrebenden Ländern, etwa in der arabischen Region, Nordafrika oder der Türkei. In China und Brasilien verkauft der Konzern eigens entwickelte Produkte, die einfach und günstig sind. „Das, was wir verdienen, ist sehr überschaubar“, räumte Borghardt ein. Es handle sich aber um strategische Investitionen. „Wir fangen dort klein an und werden in Zukunft mit Premium-Produkten Marktanteile holen.“ Bis 2015, wenn der Konzern eine Milliarde Euro Umsatz erzielen will, sollen die Erlöse in den aufstrebenden Ländern von zuletzt rund 20 auf etwa 100 Millionen Euro ansteigen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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