Zulieferer sollen Preise um zehn Prozent senken
VW will sieben Milliarden einsparen

Der als Sanierer zu Volkswagen geholte Wolfgang Bernhard geht seine Aufgabe an. Einem Magazinbericht zufolge will er in den nächsten drei bis vier Jahren in der Markengruppe VW sieben Milliarden Euro einsparen. Den Großteil der Last sollen die Zulieferer schultern.

HB HAMBURG. Dieses Ziel habe Bernhard genannt, berichtete das „Manager Magazin“ am Donnerstag vorab. Alleine durch Preissenkungen der Zulieferer wolle er um drei Milliarden sparen. Dazu sollten die Zulieferer ihre Preise in den nächsten beiden Jahren um insgesamt zehn Prozent senken, habe Bernhard auf einer Zuliefererkonferenz in Hannover gefordert, hieß es in dem Bericht.

Ein Sprecher des VW-Konzerns lehnte eine Stellungnahme ab. Bernhard ist seit Anfang Mai Chef der ertragsschwachen Markengruppe VW, zu der neben VW auch Skoda, Bentley und Bugatti gehören. Vorher war er bei Daimler-Chrysler.

Das Sparziel von sieben Milliarden Euro wäre eine Konkretisierung der jüngsten Äußerungen von Konzernchef Bernd Pischetsrieder. Volkswagen wolle bis 2008 sein operatives Ergebnis um vier Milliarden Euro verbessern, hatte der Vorstandschef gesagt. Wegen der schlechten Marktbedingungen seien sehr viel höhere Einsparungen nötig, um dieses Ziel zu erreichen, hatte er hinzugefügt, ohne ein konkretes Sparziel zu nennen. 2004 hatte VW ein operatives Ergebnis von zwei Milliarden Euro erzielt.

Analysten äußerten Zweifel, ob die in dem Magazinbericht genannten Einsparungen ausreichen würden, um den Gewinn in dem von VW angestrebten Umfang zu steigern. Albrecht Denninghoff von der Hypo-Vereinsbank rechnete vor, dass angesichts der schwachen Nachfrage und des hohen Kostendrucks durch die auf allen wichtigen Märkten tobende Rabattschlacht höhere Kostensenkungen nötig wären. „Das ist eine Wette darauf, dass sich das Umfeld nicht mehr so stark verschlechtert“, sagte Denninghoff. Um vier Milliarden Euro Gewinnsteigerung zu erzielen, müßten bei den gegenwärtigen Marktbedingungen vermutlich neun Milliarden eingespart werden. Die Audi-Markengruppe werde daher ebenfalls etwas zu den Einsparungen beitragen müssen, sagte Denninghoff. Auch Robert Heberger vom Bankhaus Merck Finck äußerte sich skeptisch.

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