Zulieferer unter Druck
Autokrise kostet Leoni und Faurecia Ziele

Die kriselnde Automobilbranche in Europa lässt die Zulieferer Leoni und Faurecia ihre Ziele zusammenstreichen. So rechnen sowohl die Franken als auch die Franzosen für das Jahr 2012 mit weniger Gewinn.
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MünchenWegen der ausufernden Autokrise in Europa streichen die Zulieferer Leoni und Faurecia ihre Ziele für 2012 zusammen. Der Nürnberger Kabel- und Bordnetzespezialist Leoni senkte seine Prognose zum zweiten Mal und rechnet jetzt mit etwas weniger Gewinn als 2011. Bis zum Jahresende erwarten die Franken schwächere Geschäfte. Der französische Zulieferer Faurecia, der mehrheitlich zum krisengeplagten Autobauer PSA Peugeot Citroen gehört, sieht dies ähnlich: Trotz bereits deutlich gesenkter Kosten und des Ausbaus des außereuropäischen Geschäfts werde der niedrigere Absatz in Europa im vierten Quartal auf den Gewinn drücken, teilte der Konzern am Dienstag mit. An der Börse lagen die Papiere der beiden Zulieferer mehr als drei Prozent im Minus.

Am europäischen Automarkt hatte sich die Krise zuletzt verschärft. Im September waren die Pkw-Neuzulassungen in der EU um mehr als zehn Prozent eingebrochen. Vor allem in den südeuropäischen Ländern wie Spanien oder Italien, die von der Staatsschuldenkrise gebeutelt sind, kaufen sich immer weniger Menschen einen Neuwagen. Betroffen sind vor allem Massenhersteller wie PSA Peugeot Citroen, Fiat oder Opel, die ihre Klein- und Mittelklassewagen hauptsächlich in Europa anbieten. Die Oberklasse-Autobauer profitieren dagegen davon, dass ihre teuren Limousinen in den USA, in China oder in anderen aufstrebenden Märkten weiterhin gefragt sind. Bei den Zulieferern zeigt sich inzwischen eine ähnliche Zwei-Klassen-Gesellschaft wie bei den Pkw-Konzernen: Wer international aufgestellt ist oder zumindest als Kunden solche Autobauer hat, die viel exportieren, kommt besser durch die Krise.

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Leoni nimmt Gewinnziele auch für kommendes Jahr zurück

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