Zum siebten Mal
Merck verlängert AZ-Übernahmeofferte erneut

Die britische Spezialchemiefirma AZ Electronic Materials wird weiter vom Pharma- und Chemiekonzern Merck umworben. Bereits zum siebten Mal verlängern die Darmstädter ihr Milliarden-Angebot. Ein Ende ist nicht in Sicht.
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FrankfurtDie Übernahmeofferte des Darmstädter Pharma- und Chemiekonzerns Merck für die britische Spezialchemiefirma AZ Electronic Materials geht in die nächste Runde. Merck verlängerte die Offerte für AZ am Mittwoch zum siebten Mal. Bis Mittwochmittag habe sich Merck rund 63,52 Prozent der Aktien von AZ gesichert, teilte das Unternehmen am Abend mit.

Nach der Freigabe der Übernahme durch die chinesische Wettbewerbsbehörde hätten die AZ-Aktionäre nun noch bis zum 7. Mai Zeit, ihre Papiere anzudienen. Mit der Erteilung der wettbewerbsrechtlichen Freigabe in China sei die Mindestannahmequote wie geplant auf 75 Prozent gesenkt worden.

Merck hat bereits von der US-Wettbewerbsbehörde, aus Japan und vom Bundeskartellamt grünes Licht erhalten. Die Zustimmung in China hatte sich aber hingezogen. Merck hatte deshalb die rund zwei Milliarden Euro schwere Offerte bereits sechs Mal verlängert. Die Frist lief nun eigentlich noch bis zum Freitag.

Nach dem zuletzt veröffentlichten Stand hatte sich Merck bis Mitte April rund 67,53 Prozent der AZ-Aktien gesichert. Damit sind offenbar einige Anteilseigner zunächst wieder abgesprungen.

Ursprünglich war die Übernahme an die Bedingung geknüpft, mindestens 95 Prozent an AZ zu bekommen. Mitte März hatte Merck dann erklärt, mit 75 Prozent zufrieden zu sein – vorausgesetzt, die Wettbewerbshüter stimmten dem Vorhaben zu.

Die ehemalige Hoechst-Tochter AZ Electronic stellt Chemikalien für integrierte Schaltkreise her, die in Tablets, Smartphones, MP3-Spielern und Spielekonsolen zum Einsatz kommen. Merck hofft dadurch auf noch mehr Geschäft mit Elektronikkonzernen wie Samsung oder Sony.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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