Zunehmende Konkurrenz
VW sponsort Olympia 2008 in Peking

Der Volkswagen-Konzern stellt in China überraschend seine Modellpolitik um und zieht damit Konsequenzen aus dem zunehmenden Konkurrenzdruck auf dem am schnellsten wachsenden Automobilmarkt der Welt.

HB WOLFSBURG. Der VW-Konzern ist offizieller Sponsor der Olympischen Spiele 2008 in Peking. Wie das Unternehmen am Donnerstag in Wolfsburg mitteilte, hat das Organisationskomitee für die 19. Olympischen Sommerspiele diese Entscheidung während der Messe „Auto China 2004“ am selben Tag in Peking offiziell bekanntgegeben.

Volkswagen werde die Spiele sowohl finanziell unterstützen als auch Fahrzeuge und andere Arten von Dienstleistungen für die Olympischen Spiele, die darauf ebenfalls in Peking folgenden Paralympischen Spiele, das Organisationskomitee, das Chinesische Olympische Komitee sowie auch die chinesische Olympiamannschaft, die an den Olympischen Winterspielen 2006 und den Olympischen Spielen 2008 teilnimmt, bereitstellen.

Konkurrenz holt auf

Volkswagen ist zwar Marktführer in China, doch holen Wettbewerber wie General Motors (GM) und Toyota auf. In den ersten vier Monaten dieses Jahres sank der Marktanteil der Wolfsburger im Jahresvergleich auf 26,4 Prozent von 32,5 Prozent.

Gleichzeitig steigerte sich der weltgrößte Autokonzern GM, die gegenwärtige Nummer zwei in China, auf 11,3 Prozent von 7,4 Prozent. Vor zwei Jahrzehnten hatte sich Volkswagen als erster ausländischer Autokonzern in China engagiert und zusammen mit chinesischen Partnern mit Marktanteilen von über 50 Prozent den langsam entstehenden chinesischen Markt dominiert.

Inzwischen drängen angesichts stagnierender Wachstumsraten auf ihren Heimatmärkten alle größeren Autobauer nach China, wo die Verkäufe immer noch mit zweistelligen Zuwachsraten boomen. Zuletzt hatte GM Investitionen von drei Milliarden Dollar für den Zeitraum von drei Jahren angekündigt, um seine Produktionskapazitäten in dem Land auf jährlich 1,3 Millionen Fahrzeuge hochzufahren. VW plant, seine Kapazitäten in einem ähnlichen Zeitraum auf 1,6 Millionen Einheiten zu verdoppeln und will dafür gut fünf Milliarden Euro investieren.

Neues Werk in Schanghai

Im Rahmen dieses Investitionsprogramms kündigte VW am Mittwoch für nächste Woche den Baubeginn für ein weiteres Werk in Schanghai an, das in zwei Jahren mit einer anfänglichen Jahreskapazität von 150.000 Einheiten die Produktion aufnehmen soll. Insgesamt wollen internationale Autokonzerne in den nächsten Jahren rund 13 Milliarden Dollar in China investieren und die Produktion auf sechs Millionen Fahrzeuge jährlich erhöhen.

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