Zurückhaltung bei langfristigen Engagements
Walter: Rechtssicherheit in Russland gefährdet

Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, rät nach der umstrittenen Zwangsversteigerung des Yukos-Ölförderers Juganskneftegas zur Vorsicht bei Investitionen in Russland.

HB BERLIN. Dem deutschen Auslandsfernsehen DW-TV sagte Walter am Freitag, „die Rechts- und Investitionssicherheit ist derzeit und sicher auch im nächsten Jahr eher in Gefahr“. Dagegen dürften die Zahlungsfähigkeit und die Zahlungswilligkeit Russlands wegen der guten Einnahmen aus dem Rohstoffgeschäft „eher günstig sein“.

Auf dem „reichen“ russischen Markt könne man derzeit bei kurzfristiger Amortisation sicherlich investieren. Bei langfristigen Engagements „sollte man die Unsicherheit in der Rechtssituation und die noch immer starke Dominanz der Regierung und die geringe Bedeutung von Rechtsprechung und Parlament als eine Erschwernis betrachten“, sagte Walter.

Wegen Steuerforderungen gegen Yukos hatte der Staat den Ölförderer Juganskneftegas am vergangenen Sonntag zwangsversteigern lassen. Der Sieger der Auktion, die unbekannte Firma Baikalfinanzgruppe, wurde dann von der staatlichen Rosneft aufgekauft. Präsident Wladimir Putin verteidigte den Kauf. Er sei nach marktwirtschaftlichen Regeln erfolgt.

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